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Schiff Vierwaldstättersee

Ausbau Bahninfrastruktur 2035: Der VöV sagt «Ja, und…»

Seit den 1980er-Jahren kennen die Kundinnen und Kunden den integralen Taktfahrplan. Zusätzlich brachte Bahn 2000 eine Steigerung der Verbindungen auf den Halbstundentakt in den grossen Verkehrsknoten der Schweiz. Bis heute basiert das Schweizer Bahnangebot weitgehend auf diesem Konzept. Aber bereits heute sind wieder zahlreiche Strecken sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Gleichzeitig steigt die Nachfrage gemäss Verkehrsperspektiven des Bundes im Personenverkehr von 2010 bis 2040 um 51 Prozent, im Güterverkehr um 45 Prozent.
 
Um diese Nachfrage auch in Zukunft in hoher Qualität abdecken zu können, muss das Angebot im gesamten öffentlichen Verkehr der Schweiz deutlich ausgebaut werden. Der Bundesrat schlägt deshalb vor, die Bahninfrastruktur bis 2035 im Umfang von 11,5 Milliarden Franken auszubauen. Den entsprechenden Vorschlag hat er in die Vernehmlassung gegeben. Der VöV unterstützt den Vorschlag des Bundesrats grundsätzlich – für den VöV ist die Verbesserung des Angebots  für die Kundschaft massgebend. Der Vorschlag beinhaltet eine Verdichtung des Fahrplanangebots auf grösstenteils Halbstundentakt, auf Strecken mit grosser Nachfrage sogar auf Viertelstundentakt. Für den Güterverkehr sollen zudem landesweit Expresszustellungen möglich sein.
 
Für den VöV ist dabei klar: Das Fahrplanangebot ist massgebend, die Infrastrukturausbauten sind die Folge. Die Bahninfrastruktur soll dort ausgebaut werden, wo der grösste Nutzen für die Kundschaft im Personen- und im Güterverkehr entsteht. Die Branche verlangt, dass die Teilprojekte des Ausbauschritts bezüglich Kosten und Effizienz bis zur Realisierung weiter optimiert werden. Zudem will der VöV, dass der Teilausbau des Lötschberg-Basistunnels (LBT) im optimierten Konzept enthalten ist, ohne zu Lasten der andern Objekte zu gehen.