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Stanserhorn

Der VöV unterstützt OBI – mit Ausnahmen, und ohne grosse Begeisterung

Der Bundesrat hat Mitte November die Botschaft zur Organisation der Bahninfrastruktur (OBI) zu Handen des Parlaments verabschiedet. OBI soll gemäss Bundesrat mehr Transparenz bringen, das Diskriminierungspotenzial reduzieren und zudem die Rechte der Passagiere stärken. Der VöV hat in einigen Punkten Vorbehalte zur Botschaft des Bundesrates.
 
Für den VöV besteht grundsätzlich kein grosser Handlungsbedarf. Das heutige öV-System ist transparent und es gibt praktisch keine Diskriminierungen. Der VöV ist deshalb für eine pragmatische Umsetzung der OBI-Vorlage und hat insbesondere bei der Stärkung der Passagierrechte gewisse Vorbehalte. Der VöV begrüsst grundsätzlich die Stärkung der Passagierrechte, pocht aber darauf, dass diese auf allen Verkehrsträgern, also auch bei Fernbussen angewendet werden. Vom Schweizerischen öV kann zudem gesagt werden, dass Verspätungen von über einer Stunde kein wirkliches Problem für die Kundinnen und Kunden darstellen, da sie nur in Ausnahmefällen vorkommen.
 
Der VöV begrüsst die vorgeschlagene Einführung von Systemführerschaften. Solche Systemführerschaften sind geeignet, um die Projekte betreffend „einheitliche Tariflandschaft“ auch wirklich umsetzen zu können. Der Lead muss aber klar bei der Branche, beziehungsweise bei den Branchenverbänden bleiben.
 
Der VöV wird die parlamentarische Diskussion eng begleiten und so dafür sorgen, dass die Anliegen der Transportunternehmen im Parlament berücksichtigt werden und, dass es zu keinem bürokratischen Mehraufwand kommen wird. Wir bleiben dran und werden Sie zeitnah über den Stand der Beratungen informieren.