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Best Practices, Innovationen und Erfahrungsaustausch für die Energiewende im öV: Am 25. November 2026 diskutieren Fachleute in Bern über die aktuellen Herausforderungen rund um Dekarbonisierung, Elektrifizierung, Photovoltaik, Lastmanagement und Energieeffizienz im öV. Das Forum zeigt konkrete Lösungsansätze und fördert den Wissenstransfer innerhalb der Branche.
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Die Energiestrategie des VöV verfolgt das Ziel eines CO2-freien öV bis 2040. Während der öV auf der Schiene seit Jahrzehnten elektrisch unterwegs ist, befindet sich die Umstellung der Bussflotten in der Schweiz in vollem Gang.
Aber auch auf dem Wasser tut sich viel, wo die Personenschifffahrt den Wandel auf CO2-freie Antriebe vorantreibt. Auf vielen Schweizer Gewässern sind bereits heute Schiffe mit fossilfreiem Antrieb unterwegs. Innovative Lösungsansätze, neue Technologien und mehrere Um- sowie Neubauprojekte zeigen: Die Personenschifffahrt nimmt gemeinsam Kurs in Richtung Zukunft.
Verlinkung Video zu Schifffahrt: Dekarbonisierung Schifffahrt
Die 13. Ausgabe des Forums Nachhaltige Energie wird am 25. November 2026 von 9.00 bis 17.00 Uhr im Zentrum Paul Klee in Bern stattfinden. Die Tagung wird sich verschiedenen Energiethemen im öffentlichen Verkehr widmen. Der fachspezifische Erfahrungsaustausch sowie die Best Practice Beispiele stehen im Zentrum der Tagung. Das detaillierte Programm sowie die Anmeldeinformationen folgen Mitte Oktober.
Der Bund fördert die Umstellung auf E-Busse und E-Schiffe im öV finanziell. Bis 31. Oktober 2026 können Transportunternehmen noch Fördergesuche für das Jahr 2027 einreichen. Alle Informationen inklusive der neu definierten Pauschalen für die Jahre 2027 und 2028 stellt das Bundesamt für Verkehr (BAV) hier zur Verfügung. Die Gesuche können nur über das Onlineformular auf eGov eingereicht werden.
Am 28. Mai 2026 erhielten die Teilnehmenden in Vernayaz bei Transports de Martigny et Régions (TMR) spannende Einblicke in das rückspeisefähige Unterwerk in Vernayaz. Im Zentrum standen die Rückgewinnung und Speicherung der beim Bremsen erzeugten Energie sowie das besondere Erdungskonzept der Anlage. Die gespeicherte Energie kann später für bergauf fahrende Züge verwendet oder ins lokale Mittelspannungsnetz eingespeist werden und so dazu beitragen die Lastspitzen zu brechen. Ergänzend wurde das Depot in der Nähe besichtigt.
Mit der Unterzeichnung der Charta der Roadmap Elektromobilität 2030 bekräftigt der VöV sein Engagement für eine fossilfreie Mobilität. Der öffentliche Verkehr leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Energie- und Klimaziele. Dazu gehört auch die Umstellung des Strassen-ÖV auf fossilfreie Antriebe. Als eine von rund 60 beteiligten Organisationen unterstützt der VöV die Ziele der Roadmap. Mit der Koordinationsstelle neue Antriebsarten Bus unterstützt er Transportunternehmen beim Wechsel auf fossilfreie Bus-Antriebe. Dies bildet eine von insgesamt 72 Massnahmen, die in der Roadmap festgehalten sind.
Im Zentrum der Besichtigung steht das Ende 2023 in Betrieb genommene Unterwerk Vernayaz.
Auf der Strecke Salvan–Vernayaz, die ein konstantes Gefälle von 20 % aufweist, wird der Zug im Zahnstangenabschnitt talwärts ausschliesslich elektrisch gebremst. Dabei arbeiten die Motoren des Zuges nach dem Prinzip eines Generators und erzeugen pro Talfahrt rund 80 kWh elektrische Energie. Da das Betriebskonzept der Strecke es nicht zulässt, diese Energie beim bergauf fahrenden Zug wiederzuverwerten, wurde diese Energie bisher über Bremswiderstände in Form von Wärme abgeführt. Ein reversibles Umspannwerk ermöglicht heute die Einspeisung dieser Energie ins Mittelspannungsnetz oder deren Speicherung in einer 2250 kWh-Batterie zur Versorgung bergauf fahrender Züge.
Im Auftrag und unter der Leitung des VöV erarbeitete INFRAS eine umfassende Technologiestudie zu Elektrobussen. Diese gibt einen detaillierten Überblick über die technologische Entwicklung, die Verbreitung eingesetzter Systeme sowie die Kostenentwicklung im Bereich der E-Busse. Die aktuelle Technologiestudie hilft Transportunternehmen bei der Planung, Entscheidungsfindung und Realisierung ihrer Umstellungsvorhaben. Sie steht zum freien Download zur Verfügung.
Das BAV publizierte jüngst die neusten Zahlen zum Energiemonitoring. Diese zeigen, dass der öffentliche Verkehr 2024 seine Effizienz weiter steigern konnte. Während die Verkehrsleistung zwischen 2022 und 2024 um 17 Prozent zunahm, sank der Energieverbrauch um 3 Prozent. Der öV ist mit rund 12'800 TJ für ca. 5 % des Energieverbrauchs des Verkehrssektors zuständig. Weitere Informationen unter: Energiekennzahlen öV - BAV
Eine neue Studie im Auftrag des Bundesamts für Verkehr (BAV) zeigt, dass batterieelektrische Busse auch auf anspruchsvollen Strecken mit langen Distanzen oder steilen Abschnitten die beste fossilfreie Antriebsoption sind. Im Vergleich zu Wasserstoff-Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Verbrennungsmotoren schneiden E-Busse sowohl bei den Umweltwirkungen als auch bei den Gesamtkosten am besten ab. Die drei Antriebsarten wurden dabei über eine Betriebszeit von 12 Jahren ausführlich miteinander verglichen. Weitere Informationen unter: BAV – Neue Studie bestätigt Vorteile von E-Bussen
Am 25. November trafen sich rund 100 Fachexpertinnen und -experten aus Transportunternehmen, Hochschulen, der Bahn- und Bus-Industrie sowie Behörden zum 12. Forum Nachhaltige Energie des VöV. In Workshops und Referaten tauschten sich die Teilnehmenden zu energieeffizienzsteigernden Technologien, umweltfreundlichen Antrieben und nachhaltiger Energieproduktion aus, erhielten Einblicke in laufende Projekte und Best Practices und diskutierten mögliche Lösungsansätze.
Im Rahmen des diesjährigen Forums wurden u.a. folgende Fragen erörtert: Welches Energieeinsparpotenzial bringen variable Zugslängen im Tagesverlauf? Wie sehen energieeffiziente Temperatursollwerte in Zügen aus und welche Bedeutung hat die energieoptimierte Abstellung von Rollmaterial? Wie sieht die Schifffahrt der Zukunft auf dem Zürichsee aus? Welche Herausforderungen bestehen beim Photovoltaikausbau im öV? Wie haben sich die Energiekennzahlen im öV seit 2020 entwickelt? Welche Auswirkungen haben Technologieumstellungen mit alternativen Energie- und Antriebssystemen auf die Beschaffung und den Betrieb fossilfreier Fahrzeuge aus? Wie lässt sich ein nachfrageorientiertes Angebot auf der Schiene so planen, dass der Energieverbrauch sinkt, ohne dass es zu Einbussen bei der Qualität, Pünktlichkeit und Robustheit kommt? Kann ein Online-Tool zur Vorab-Machbarkeitsanalyse die Unternehmen bei der Elektrifizierung von Buslinien unterstützen? Und was bringt das aktive Fahrassistenzsystem (AFAS)?
Die Präsentationen der Tagung können auf der Webseite des VöV unter Forum Nachhaltige Energie heruntergeladen werden. Der Anlass wurde vom Bundesamt für Verkehr BAV im Rahmen der «Energiestrategie im öffentlichen Verkehr 2050» mitfinanziert, wofür wir uns herzlich bedanken.
Anfang November fand eine Fachexkursion bei den Verkehrsbetrieben Schaffhausen (vbsh) statt. Im Fokus der Besichtigung standen die Elektrifizierung des Stadt- und Regionalverkehrs Schaffhausen sowie die Steigerung des Gesamtwirkungsgrads des E-Bus-Systems durch die Nutzung von Abwärme.
Die Verkehrsbetriebe Schaffhausen haben sich zum Ziel gesetzt, ihre gesamte Stadtbusflotte bis spätestens 2028 schrittweise auf Elektrobusse mit Schnellladesystem umzustellen.
Die Teilnehmenden erhielten während der Besichtigung einen umfassenden Einblick in die Elektrifizierungsstrategie und das «Schaffhauser Konzept». Da alle städtischen Buslinien über den Bahnhof verkehren und dort während rund drei Minuten halten, können die Busse tagsüber zentral am Bahnhof an der leistungsstärksten Schnellladestation für E-Busse in Europa geladen werden. Dank sauberem Wasserkraftstrom aus dem eigenen Rheinkraftwerk fahren die Busse CO2-frei.
Im Rahmen der Fachexkursion wurde das E-Bus Konzept der vbsh vorgestellt und diskutiert. Dabei wurde unteranderem erörtert, welche Aspekte beim Neu- oder Umbau von Fahrzeugdepots und Werkstätten sowie der Ladestrategie zu berücksichtigen sind. Zudem wurde die Nutzung der Verlustenergie der Schnellladestation für die Wärmeversorgung von Gebäuden thematisiert. Dieses System ist bisher in der Schweiz einzigartig und steigert den Gesamtwirkungsgrad des E-Bus-Systems erheblich. In Schaffhausen rechnen sich die Elektrobusse aufgrund der speziellen Topografie nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich.
Die nächste Best Practice Besichtigung findet am 11. November statt und widmet sich der Elektrifizierung des Stadt- und Regionalverkehrs in Schaffhausen sowie der Steigerung der Gesamteffizienz durch die Rückgewinnung von Abwärme.
Am 25. November 2025 findet in Bern das 12. Forum Nachhaltige Energie statt – die zentrale Tagung für Fachleute aus dem öffentlichen Verkehr, die nachhaltige Energielösungen vorantreiben wollen. Freuen Sie sich auf fundierte Fachvorträge, praxisnahe Workshops und den Austausch mit Expertinnen und Experten rund um die Umsetzung der Energiestrategie 2050, innovative Technologien und neue Wege zu mehr Energieeffizienz. Nutzen Sie die Gelegenheit zum Networking und profitieren Sie von Best-Practice-Beispielen aus der Branche. Das detaillierte Programm erscheint im Oktober – reservieren Sie sich bereits jetzt das Datum!
Weg vom Diesel – hin zum Elektroantrieb: Die Flottenumstellung bei den ÖV-Bussen ist in vollem Gange. Doch auch auf den Schweizer Seen tut sich einiges punkto CO2-freiem Antrieb: Auf dem Bielersee, auf dem Lago di Lugano, auf dem Vierwaldstättersee und auf dem Ägerisee zum Beispiel verkehren bereits erste Passagierschiffe mit elektrischem Antrieb. Seit Ende Juli 2025 gleitet nun auch auf dem Zürichsee ein von Diesel auf Elektroantrieb umgerüstetes Schiff, die EMS Uetliberg, leise und abgasfrei übers Wasser.
Der VöV hat eine checklistenartige Planungshilfe veröffentlicht, mit der Transportunternehmen einen Überblick über alle relevanten Aspekte der Umstellung auf umweltfreundliche Antriebe gewinnen können. Themen wie Infrastruktur & Ladeplätze, Organisation, Fahrzeuge, Betrieb und Kommunikation sind darin strukturiert aufgeführt. Die Excel-Planungshilfe steht kostenlos zum Download bereit.
Der VöV betreibt seit Anfang Jahr eine Koordinationsstelle neue Antriebsarten, um die Branche bei der Dekarbonisierung des öffentlichen Verkehrs zu unterstützen. Die Webseite der Koordinationsstelle für neue Antriebsarten ist ab sofort online! Dort finden Sie hilfreiche Informationen und weiterführende Links, die Sie bei der Umstellung auf neue Antriebsarten - insbesondere auf Elektrobusse - unterstützen. Die Dienstleistungen der Koordinationsstelle sind vielfältig: Sie stellt unter anderem den Wissenstransfer innerhalb der Branche sicher, berät die Transportunternehmen bei der Umstellung und arbeitet auf eine Standardisierung der Systeme hin. Für weitere Fragen steht Ihnen die Koordinationsstelle gerne zur Verfügung. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Realisierung Ihrer Projekte!
Mehrere Bahnen haben bereits den Ausstieg aus den synthetischen Kältemittel beschlossen und streben an bei Neubeschaffungen von Schienenfahrzeugen nur noch das natürliche Kältemittel R290 («Propan») als Kältemittel bei Klimaanlagen zu setzen. Durch den Einsatz von R290 als neues Kältemittel in Bahnklimaanlagen sehen sich die Betreiber von Schienenfahrzeugen mit neuen Herausforderungen in Bezug auf die Wartung und Instandhaltung der Klimaanlagen konfrontiert. Um diese Themen praxisnah zu betrachten, führte die Arbeitsgruppe Nachhaltige Energie im Mai eine Best Practice Besichtigung im Klimakompetenzzentrum der SBB durch. Während des Rundgangs erhielten die Teilnehmenden an den Instandhaltungsplätzen einen direkten Einblick in verschiedenen Klimaanlagen der SBB-Fahrzeugflotte und konnten die Technik sowie die Unterschiede genauer betrachten. Ergänzend dazu fand ein fachlicher Austausch über den aktuellen Stand der Einführung von R290 in der Bahnbranche statt. Dabei wurde diskutiert, welche Schritte die einzelnen Unternehmen bei den HLK-Systemen planen, welche Herausforderungen bestehen und welche Erfahrungen die SBB bereits im Umgang mit dem neuen Kältemittel gesammelt hat.
Die Umstellung der öV-Busflotte auf elektrische Antriebe ist bereits im Gang, allerdings bestehen regional noch grosse Unterschiede. Während einige Verkehrsbetriebe schon weit fortgeschritten sind, stehen andere noch am Anfang. Ein neuer Leitfaden des BAV unterstützt ÖV-Unternehmen bei der Planung und Realisierung der nötigen Ladeinfrastruktur für Busse mit Elektrobatterien. Er zeigt die verschiedenen Aspekte auf, die beim Aufbau der Ladeinfrastruktur berücksichtigt werden müssen und vermittelt praxisnahes Wissen.
Publikation BAV
An der nächsten Best Practice Besesichtigung steht der Einsatz von Kältemitteln im Personenverkehr im Fokus. Derzeit kommt in Klimaanlagen von Schienenfahrzeugen überwiegend das klimaschädliche Kältemittel R134a zum Einsatz, das ein hohes Global Warming Potential hat und damit die direkten Treibhausgasemissionen beeinflusst. Perspektivisch soll schrittweise auf das umweltfreundlichere Kältemittel R290 umgestellt werden – sowohl bei neuen als auch bei bestehenden Fahrzeugflotten. An der Veranstaltung werden aktuelle Erkenntnisse geteilt und sowie einen vertiefenden Blick auf die Thematik des Einsatzes von Kältemitteln gewährt.

Über 90 Fachexpertinnen und -experten aus der Branche trafen sich am 20. November in Bern zum 11. Forum Nachhaltige Energie, um innovative Ideen und Praxiswissen zu energieeffizienzsteigernden Technologien, zur Umstellung auf umweltfreundliche Antriebe sowie zur Produktion von nachhaltiger Energie auszutauschen.
Die Teilnehmenden tauschten in Workshops ihre Erfahrungen und Wissen aus, diskutierten Lösungsansätze und informierten sich in Vorträgen über aktuelle Projekte und Best Practices. Das diesjährige Forum beschäftigte sich unter anderem mit folgenden Fragen: Wie sieht die Energieversorgung beim Bauzug der Zukunft aus? Kann ein Batterieschwarm auf Schienenfahrzeugen als Reservekraftwerk im Bahnstromnetz dienen? Welches sollen die zukünftigen Aufgabenbereiche und Schwerpunkte der Koordinationsstelle umweltfreundliche Busantriebe sein? Können Daten zum Energiesparen beitragen? Ist HVO-Blend eine Übergangstechnologie oder doch eine langfristige Lösung? Und welche Herausforderungen bringt die Erschliessung von Haltstellen- und Perrondächern mit Photovoltaik mit sich?
Die Unterlagen zur Tagung können hier heruntergeladen werden.
Ende Oktober fand die dritte Best Practice Besichtigung dieses Jahres bei der BLS in Menznau statt. Auf dem Standard-Perrondach RV05 in Menznau wurde eine 34,4kWp-Photovoltaik-Anlage installiert. Aufgrund der statischen Einschränkungen wurde bei der Installation eine spezielle Unterkonstruktion verwendet, welche direkt auf die Dachhaut geklebt / geschweisst wurde. Die Anlage wird in Kombination mit einem Batteriespeicher genutzt. im Rahmen der Besichtigung konnten die Teilnehmenden die Photovoltaikanlage auf dem Perrondach des Bahnhofs Menznau besichtigen. Zudem stand auch die Besichtigung des angrenzenden Batteriespeichers auf dem Programm.
Der öffentliche Verkehr auf der Strasse ist gut unterwegs in eine klimafreundliche Zukunft: Elektrisch angetriebene Busse sind mittlerweile in der Schweiz allen Landesteilen im Linienbetrieb im Einsatz – aktuell sind es bereits rund 1000 Fahrzeuge. Nur logisch, dass an der VöV-Fachtagung BUS 24 vom 4./5. Juni 2024 in Thun die Rahmenbedingungen für den Betrieb von E-Bussen und die hierfür benötigte Infrastruktur im Fokus stehen. Das Interesse am Event ist sehr gross: Rund 450 Fachleute profitieren von den Fachreferaten, tauschen untereinander Erfahrungen aus und treffen sich an der grossen Ausstellung mit Lieferanten. Zu sehen sind unter anderem rund 20 E-Busse.
In den neuen Interregio-Doppelstockzügen RABe 512 der SBB kommen innovative Technologien zur Reduktion des Energieverbrauchs zum Einsatz. Dank der energieoptimierten Abstellung kann der Zug ganz ausgeschaltet werden und nur wenige Überwachungsfunktionen arbeiten ab Batterie. Die energieoptimiert abgestellten Züge schalten sich auf Basis des Fahrplans automatisch ein und bereiten sich für den nächsten Fahrgasteinsatz vor. Knapp 20 Personen besichtigten gestern in der SBB-Serviceanlage Basel die energieoptimierte Abstellung der IR-Dosto und erhielten Einblick in die vielversprechende Technologie.
Elektroantrieb für Busse auch in Berggebieten: PostAuto setzt seit Anfang 2024 im Wallis für die ausgebaute Erschliessung von Saas Fee vier neue E-Busse ein. PostAuto AG ist damit voll auf der Linie der Energiestrategie des Verband öffentlicher Verkehr (VöV) – Schweiz. Das Ziel der Strategie: Spätestens ab 2040 ist der öffentliche Verkehr in der Schweiz auf Schiene wie auf Strasse ausschliesslich CO2-neutral unterwegs. Die Erfahrungen die PAG seit Anfang 2024 sammeln konnte, stimmen uns zuversichtlich, dass das Ziel der fossilfreien Zukunft erreicht werden kann.
Der VöV sagt klar Ja zum Stromgesetz, über das die Stimmberechtigten am 9. Juni 2024 abstimmen werden. Das neue Gesetz liefert einen entscheidenden Beitrag an eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien. Der öffentliche Verkehr wird in Zukunft vollständig mit CO2-freien Antrieben unterwegs sein, und er transportiert immer mehr Menschen. Deshalb benötigt auch der öV deutlich mehr Strom aus erneuerbaren Quellen als heute.
Im Rahmen der Best Practice Besichtigung konnten die Teilnehmenden gestern einen exklusiven Blick auf den Umbau der Baustellenlokomotive «Diesel Lok Am 841 zur Aeam 841» werfen. Die Müller Technologie AG hat sich beim Umbau der Diesel Lok Am 841 zur Aeam 841 für ein Antriebskonzept entschieden, bei dem die Energie mehrheitlich vom Fahrdraht entnommen werden kann. Bei fehlendem Fahrleitungsstrom kann ein kleiner, effizienter 520kW Dieselmotor als Energiequelle genutzt werden, der bei Bedarf durch einen 112kWh Traktionsbatterie ergänzt werden kann. Dadurch können Leistungsspitze abgedeckt werden, für die der Dieselmotor zu klein ist. Zudem kann die Traktionsbatterie die Lok im Stillstand mit Energie versorgen, ohne dass der Dieselmotor laufen muss. So ist es möglich, die Lok im Tunnel im reinen Akkubetrieb zu bewegen. Die Baudienstlokomotive ist so für jeden Einsatzfall gerüstet, flexibler einsetzbar und bringt vor allem ökologische Vorteile.
Das Parlament hat heute zum Abschluss der Frühlingssession die Revision des CO2-Gesetzes für die Zeit nach 2024 verabschiedet. Der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) unterstützt die Vorlage vollumfänglich und begrüsst, dass damit die von ihm angestrebten Punkte (befristete Anschubfinanzierung für die Umstellung von öV-Busflotten auf Fahrzeuge mit umweltfreundlichem Antrieb, die Förderung des internationalen Personenverkehrs auf der Schiene sowie zum Teil die spätere Aufhebung der Mineralölrückerstattung) vollumfänglich in die Revision eingeflossen sind. Sie alle sind wichtige Faktoren im Kampf gegen die Klimaveränderung.
Nach dem Ständerat im Herbst hat gestern auch der Nationalrat der Revision des CO2-Gesetzes zugestimmt. Der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) ist über diesen Entscheid sehr erfreut, denn die somit beschlossene befristete Anschubfinanzierung für die Umstellung von öV-Busflotten auf Fahrzeuge mit umweltfreundlichem Antrieb sowie die Förderung des internationalen Personenverkehrs auf der Schiene sind gewichtige Faktoren im Kampf gegen die Klimaveränderung. In zwei für den öV wichtigen Punkten bezüglich Mineralölsteuer-Pflicht braucht es nun noch eine Differenzbereinigung zwischen den beiden Parlamentskammern. Der VöV hofft, dass sich die gestern vom Nationalrat beschlossene Variante durchsetzen wird.
Am 30. November 2023 fand in Solothurn die diesjährige Ausgabe des Forums Nachhaltige Energie statt. Die bereits zum 10. Mal stattfindende Tagung konnte dieses Jahr einen neuen Teilnehmendenrekord verzeichnen. Mehr als 100 Personen aus Transportunternehmen, Hochschulen, Behörden und Industrie vertieften in fachspezifischen Workshops und Referaten Themen aus den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien, emissionsfreie Baustellen und umweltfreundliche Antriebe.
Nebst den Workshops boten interessante Best Practice Berichte und persönliche Gespräche die Möglichkeit, Erfahrungen und Wissen auszutauschen und potenzielle Lösungen sowie Erfolgsfaktoren zu diskutieren. Zahlreiche Referentinnen und Referenten aus der Branche präsentierten Lösungsansätze und ihre gesammelten Erfahrungen.
Die Unterlagen zur Tagung stehen zum Download zur Verfügung.
Im ESöV Projekt P-239 haben die VBZ mit Messungen nachgewiesen, dass ihre Cobra-Trams etwa 14.4 MWh pro Fahrzeug und Jahr einsparen können, wenn die Innenraum-Solltemperatur um 2°C abgesenkt wird. Damit konnten sie bestätigen, dass die rechnerischen Abschätzungen des Einsparpotenzials zutreffen, die eine Temperaturabsenkung mit sich bringt. Nun wollen die VBZ prüfen, ob dies auch für die modernen Flexity-Trams zutrifft.
Weitere Informationen finden Sie unter: Flexity-Trams: Auf den Spuren der Cobras
Mit einer Absenkung der Raumtemperatur um 1-3 Grad kann der Energieverbrauch des Schienen- und Trolleybusverkehrs um bis zu 2% oder 38 GWh pro Jahr reduziert werden. Um die Auswirkungen einer Absenkung der Raumtemperatur auf die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden zu untersuchen, haben verschiedene Transportunternehmen zusammen mit der HSLU im Rahmen einer Studie letzten Winter eine Befragung der Fahrgäste durchgeführt. Die Studie konnte zeigen, dass sich die Zufriedenheit aufgrund der Absenkung der Raumtemperatur nicht ändert – sie bleibt weiterhin sehr hoch. Der Verband öffentlicher Verkehr empfiehlt den Unternehmen auf dieser Basis, eine dauerhafte Absenkung der Raumtemperatur zu prüfen.
Ergebnisse Kundenbefragung zur thermischen Behaglichkeit
In der kommenden Herbstsession wird der Ständerat als Erstrat die Teilrevision des CO2-Gesetzes beraten. Die Vorlage enthält wichtige Massnahmen für den öffentlichen Verkehr. Die vorberatende Kommission (UREK-S) hat die Vorlage bereits diskutiert; sie unterstützt unter anderem die vom Bundesrat vorgeschlagene befristete Anschubfinanzierung für die Flottenumstellung der öV-Busse von Diesel auf umweltfreundliche Antriebe. Auch soll der grenzüberschreitende Schienenpersonenverkehr finanziell unterstützt werden.
Der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) begrüsst den Entscheid der vorberatenden Kommission. Hingegen hofft der VöV, dass der Ständerat, anders als von der Kommission beantragt, die klimapolitisch sinnvolle Mineralölsteuerbefreiung des Strassen-öV nicht schon per 2026 aufhebt, sondern erst per 2030. Denn die Umstellung der Busflotten von Diesel auf umweltfreundliche Antriebe erfolgt etappiert; die vorzeitige Streichung der Steuerbefreiung würde die Kosten des öV erhöhen.
Das Schweizer Stimmvolk sagt JA zum Klimaschutzgesetz. Damit hat die Schweiz eine verbindliche Basis für die Energie- und Klimaziele. Darauf wird sich die umweltfreundliche Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs stützen. Mit der Revision des CO2-Gesetzes kann der Bund nun die befristete Anschubfinanzierung für die Umstellung der öV-Busflotten auf umweltfreundliche Antriebe regeln. Auch die Förderung des Nachtzug-Angebots soll nun angepackt werden.
Rund 200 Fachleuten besuchten VöV-Tagung «öV-Mobilität der Zukunft» vom 3. Mai 2023 in Biel/Bienne und diskutierten zusammen die Frage, was der öV zur Energiewende beitragen kann. Die Referate, Workshops und die Podiumsdiskussion zeigten auf, was die öV-Brache bereits tut und geplant hat, um die Energieeffizienz weiter signifikant zu steigern, Energie zu sparen und selber mehr Energie zu produzieren.
Die Unterlagen der Tagung können hier heruntergeladen werden.
Der Verband öffentlicher Verkehr hat seine Energiestrategie den aktuellen Entwicklungen angepasst. Die wichtigsten Ziele des VöV sind die Steigerung der Energieeffizienz um 30 Prozent bis 2050, die vermehrte Produktion und Verwendung erneuerbarer Energie sowie ein CO2-neutraler Betrieb bis 2040.
Energiestrategie VöV
Der Bundesrat hat Mitte September die Botschaft zum neuen CO2-Gesetz verabschiedet. Eine erste Beurteilung fällt aus Sicht des VöV mehrheitlich positiv aus. In den kommenden Monaten wird sich das Parlament mit der Vorlage befassen. Möglicherweise wird es auch eine Volksabstimmung geben (das Geschäft unterliegt dem fakultativen Referendum). Mehr Informationen.
Sie finden alle Informationen zum Forum Nachhaltige Energie: LINK
Im Rahmen eines Projekts im Zusammenhang mit dem ESöV-Programm untersuchte die Transports publics de Lausanne (TL) den Einfluss der Ausstattung von Trolleybussen mit Traktionsbatterien auf der Basis von Simulationen. Anhand des öffentlichen Verkehrsnetzes in Lausanne wurden mehrere Szenarien untersucht, nämlich der Einsatz von Trolleybussen mit Batterien oder mit Energierückgewinnung. Die Ergebnisse sind vielversprechend, insbesondere im Hinblick auf den Einbau von Batterien in die gesamte Busflotte.
Alle detaillierten Ergebnisse sind in der Broschüre dargestellt.
Um die Fahrgäste vor der Witterung zu schützen, ist der Bahnhof Zermatt komplett überdacht und muss rund um die Uhr beleuchtet werden. Basierend auf einem System aus Leuchtstoff- und Halogen-Metalldampflampen war das Beleuchtungssystem sehr energieintensiv. Um dieses Problem zu lösen, arbeitete das Transportunternehmen MGB mit ProKilowatt zusammen, um eine energieeffizientere Lösung zu finden.
Alle Details finden Sie unter: ProKilowatt - Zermatt.
Die Arbeitsgruppe «Energieeffizienz» ändert ihren Namen und heisst ab 1. Januar 2021 «Nachhaltige Energie». Die Namensänderung erfolgt mit der Absicht, ein breiteres Spektrum an Personen zur Teilnahme in der Arbeitsgruppe zu ermutigen, insbesondere Fachpersonen in den Bereichen Batterien und Busse.
Damit ein Unternehmen gesamthaft Massnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ergreifen und umsetzen kann, braucht es Energiestrategien und konkrete Energieziele, die strategisch verankert sind. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) und der Verband öffentlicher Verkehr (BAV) möchten die Verkehrsunternehmen aktiv dabei unterstützen, eine Energiestrategie zu definieren und die wichtigsten Massnahmen zur Erreichung der in der Energiestrategie des VöV respektive im Programm ESöV festgelegten Ziele umzusetzen.
Das BAV und der VöV organisieren zwei halbtägige Workshops zur Unterstützung der Verkehrsunternehmen bei der Erarbeitung einer Energiestrategie mit konkreten Zielen und umsetzbaren Massnahmen. Die teilnehmenden Verkehrsunternehmen werden nach Grösse und Sprachregion gruppiert. Das erwartete Ergebnis des Workshops ist nicht eine Standardlösung für alle Verkehrsunternehmen, sondern eine Energiestrategie, die sich der Grösse, den Fahrzeugtypen usw. der teilnehmenden Unternehmen anpasst.