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Stanserhorn

Glossar

Hier finden Sie unser Glossar mit zusätzlichen Informationen zu technischen Fachbegriffen, welche im Bereich des öffentlichen Verkehrs relevant sind.
 

Was ist GPS?



Die Abkürzung GPS bedeutet Global Positioning System und ist ein durch Satelliten gestütztes System, welches eine weltweite Ortung ermöglicht.

Ursprünglich wurde GPS für das amerikanische Militärentwickelt und erst vor wenigen Jahren für die zivile Nutzung freigegeben. Die Verbesserung der Chip-Technologie ermöglicht inzwischen den Einsatz von GPS in Smartphones und Mobiltelefonen. Dabei wird die Technologie vom Nutzer selbst sowohl für die Ortung als auch für die Ermittlung der zu fahrenden Strecke verwendet. Zu diesem Zweck sind die entsprechenden GPS-Geräte mit Landkarten ausgerüstet.

Eine Ortung des Gerätes ist in erster Linie im Falle eines Unfalls nützlich, sie kann aber auch von Eltern für ihre Kinder oder von Angehörigen in ihrer Orientierung eingeschränkter Personen zum Einsatz kommen. Die Nutzung der Ortungsfunktion durch den Arbeitgeber bedarf auf Grund der geltenden Datenschutz-Bestimmungen einer betrieblichen Regelung. Ein wichtiger Einsatzpunkt ist der Diebstahlschutz, da sich entwendete Fahrzeuge dank der GPS-Technik leicht auffinden lassen.

Die Benutzung von GPS-Geräten in geschlossenen Räumen war ursprünglich nicht vorgesehen, sodass herkömmliche Chips in diesen nicht oder nur eingeschränkt funktionieren. Vielfach lässt sich das Gerät anwenden, wenn sich der Benutzer in unmittelbarer Nähe eines Fensters aufhält.

Moderne, mit GPS ausgerüstete Mobiltelefone verfügen über einen besonderen Korrelationsempfänger, der in Verbindung mit einem neuartigen Chip die Anwendung von GPS in geschlossenen Räumen ermöglicht. Ein bekannter Chip dieser Generation ist der SiRFstar III.

Das Verfahren bewirkt durch den parallelen Einsatz einer großen Menge an Empfängern und durch die zeitgleiche Auswertung der empfangenen Signale die Ortung auch in Gebäuden. Auf ähnliche Weise arbeitet der Chip u-blox 5. Allerdings ist in geschlossenen Räumen die Genauigkeit eingeschränkt, sodass Abweichungen zwischen der tatsächlichen und der georteten Position von bis zu zehn Metern möglich sind.

Was ist NFC?


NFC steht für “Near Field Communication” und beschreibt einen genormten Standard zu Übertragung von Daten im Nahbereich, also über eine kurze Distanz von wenigen Zentimetern. Die Übertragung erfolgt dabei nicht mit Labeln, sondern drahtlos.

Datenübertragungen via NFC sind meistens intuitiv, das bedeutet, ein NFC fähiges Gerät wie z.B. ein NFC Handy wird einfach nahe an ein anderes NFC Gerät oder einen Datenträger (z.B. einen sogenannter NFC Tag) gehalten auf dem Informationen hinterlegt sind. Daraufhin startet die Datenübertragung und ggf. die damit zusammenhängende Applikation automatisch und/oder nach einer kurzen Bestätigung mittels Tastendruck.

Dabei kann eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 424 KByte/s erreicht werden. Die Datenübertragung erfolgt NFC damit langsamer als bei verwandten Techniken wie Bluetooth oder WLAN, dafür bietet Sie entscheidende Vorteile beim Thema Sicherheit. Dies macht NFC zur idealen Basis für bargeldlose Bezahlsysteme oder Zugangskontrollen. Die Übertragung der Daten kann sowohl uni- als auch bidirektional erfolgen, verbundene Geräte können also in beide Richtungen Daten austauschen und damit einen Dialog führen.Die NFC-Technik ermöglicht es zum Beispiel, Transaktionen verschiedener Art auszuführen, digitale Inhalte auszutauschen oder elektronische Geräte miteinander zu verbinden.

Grundsätzlich unterscheidet man drei verschiedene Modi zur NFC Datenübertragung:

  1. Auslesen von auf einem passiven Speicher hinterlegten Informationen durch ein NFC Gerät. Z.B. Übertragung eines Konzerttermins von einem auf einem Plakat angebrachten NFC Tags zur Speicherung und Erinnerung auf ein NFC Handy.
  2. Auslesen von Informationen von einem NFC Endgerät durch ein aktives NFC Medium. Zum Beispiel das Auslesen des auf einem NFC Handy hinterlegten elektronischen Konzerttickets durch ein NFC Terminal im Eingangsbereich.
  3. Bidirektionaler Austausch von Daten zwischen zwei NFC Geräten im Dialog. Der NFC Standard wird von verschiedenen Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen wie Handyproduzenten, Halbleiterherstellern, Telekommunikationsunternehmen, Netzwerkbetreibern, Entwicklern und Unternehmen aus der Finanzbranche entwickelt.

Was ist RFID?


Radio Frequency Identification, RFID ist ein automatisches Identifikationsverfahren, welches in den letzten Jahren eine große Verbreitung in zahlreichen Anwendungsgebieten gefunden hat.Es handelt sich hierbei um eine kontaktlose Kommunikationstechnik, die Informationen zur Identifikation von Personen, Tieren, Waren sowie Gütern überträgt.

Der Einsatz von RFID ermöglicht viele neue Anwendungen, die mit herkömmlich-en Identifikationssystemen nicht realisierbar waren. Ein RFID System besteht auf der einen Seite aus einem Datenträger (Transponder oder TAG genannt) und auf der anderen Seite einem Schreib-/Lesegerät mit Antenne. RFID arbeitet mit schwachen elektromagnetischen Wellen, die von einem Lesegerät abgestrahlt werden. Bringt man einen Transponder in die Reichweite dieser Antenne, kann man Informationen berührungslos vom Speicher des Transponders lesen oder auch Daten darauf speichern.

Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Transpondertechnik:

  1. Passive Transponder haben keine eigene Spannungsversorgung und beziehen Ihre Energie direkt aus dem Energiefeld des Lesegerätes, dadurch sind passive Transponder vollkommen wartungsfrei. Die Lesereichweiten sind jedoch stark von der Größe des Transponders, der Frequenz sowie der Antenne abhängig.
  2. Aktive Transponder sind im Vergleich zu passiven wesentlich komplexer aufgebaut und haben eine integrierte Spannungsversorgung (Batterie oder Akku), die es ermöglicht viel größere Lesereichweiten zu erzielen. Durch die Spannungsversorgung einer Batterie oder eines Akkus ist die Lebensdauer dieser Transponder begrenzt, zusätzlich sind die Produktionskosten ein vielfaches höher als bei passiven Transpondern.
Es sind Systeme mit 125kHz, 134.2kHz, 13.56MHz, 868MHz, 915MHz, 2.45GHz erhältlich, die enorm unterschiedliche Leseeigenschaften und Erfassungsreichweiten aufweisen.

Was ist Bluetooth?


Bluetooth ist eine drahtlose Schnittstelle über die bis zu 8 Endgeräte, wie zum Beispiel Handys, Computer, MP3-Player oder andere Peripheriegeräte untereinander kommunizieren können.

Bluetooth soll überflüssige Kabelverbindungen ersetzen und wurde Ende der 1990er von IBM, INTEL, Ericsson, Nokia und Toshiba, der so genannten "Bluetooth Special Interest Group", entwickelt. Der auch unter IEEE 802.15.1 bekannte Standard sendet im lizenzfreien ISM-Band (2,402 GHz bis 2,480 GHz) und überträgt Daten und Sprache mit einer eher geringen Bandbreite von maximal 2,2 MBit/s (je nach Version).

Der Name ist übrigens auf Harald Blauzahn (engl. blau: blue, Zahn: tooth) zurückzuführen, der im 10. Jahrhundert, keine technischen Geräte, aber immerhin Dänemark und Norwegen vereinigte.

Ein großer Vorteil von Bluetooth ist, dass die Geräte im Gegensatz zur früheren Infrarotübertragung keine direkte Sichtverbindung zum Datenaustausch benötigen und dass es dank geringer Leistungsaufnahme sehr wenig Energie benötigt. Die maximale Reichweite liegt je nach Leistungsklasse bei mindestens 10m.

Speziell für Anwendungen mit extrem niedrigem Energieverbrauch treibt die Bluetooth Special Interest Group (SIG) die Standardisierung von Ultra Low Power Bluetooth (ULP), später als Bluetooth Low Energy (BLE) bezeichnet, voran. Mit Bluetooth können drahtlose Bluetooth-Netze aufgebaut werden, in denen viele LAN-relevante Anwendungen durchgeführt werden.

Was ist W-LAN?



Die Abkürzung WLAN steht für Wireless Local Area Network, zu deutsch ein drahtloses lokales Netzwerk, welches Daten mit Hilfe von Funkwellen in einem definierten Bereich überträgt. Die Reichweite für ein solches Netzwerk ist abhängig von dem Sender der WLAN-Funkwellen. Reichweiten von bis zu 100 Metern sind möglich und können durch den Einsatz einer externen Antenne auf bis zu 300 Meter erweitert werden.

Jedes Gerät, welches über einen WLAN-Empfänger verfügt, kann auf ein lokales Netzwerk zugreifen. Um Daten hierbei gegenüber von Dritten zu schützen, ist es zwingend erforderlich, das Netzwerk zu verschlüsseln oder Mithilfe von Passwörtern vor einem unbefugten Zugriff zu schützen. Die Übertragungsraten sind bei WLAN Netzwerken, im Vergleich zu anderen Drahtlosnetzwerken, besonders schnell. Maßgebend für die Geschwindigkeit ist hierbei der so genannte Frequenz-block des WLAN-Netzwerks. Diese Frequenzen werden von der Variante IEEE 802.11a bis hin zur Variante IEEE 802.11n gekennzeichnet. Diese Varianten geben den verwendeten Frequenzbereich und die maximale Verbindungsrate der Drahtlosnetzwerke an. Variante a und g haben eine maximale Verbindungsrate von 54 Mbit/s, Variante b 11 Mbit/s und Varianten hat die bis heute höchste Verbindungsrate von 589 Mbit/s.

Heute werden WLAN-Netzwerke auch immer mehr bei Mobiltelefonen genutzt, um Daten auszutauschen oder um auf das Internet zuzugreifen. Smartphones sind hierbei führend bei der WLAN-Technik. Sie besitzen einen integrierten WLAN-Empfänger, welcher Daten schnell übertragen kann. Spezielle Datenübertragungsprogramme und die jeweilige Internetsoftware in Form von Browsern und E-Mail-Clients ermöglichen die Nutzung des WLAN-Netzwerkes wie bei einem normalen PC.

Die Datenübertragung erfolgt mit den lokalen Drahtlosnetzwerken bei Mobilfunktelefonen wesentlich schneller als durch die übliche Bluetoothschnittstelle oder über UMTS und HSDPA. Aus diesem Grund werden gerade hochwertigere Business-handys immer öfter mit WLAN-Antennen ausgestattet.