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Fachveranstaltungen

Wissenswertes zu Fachkonferenzen und Veranstaltungen

eos.ticketingSummit
17./18. November 2016, Hamburg

Der diesjährige EOS-Summit bot viele Anregungen für den zukünftigen Vertrieb.

Am Fachtreffen wurden verschiedener Aspekte des zukünftigen Vertriebs und innovative Umsetzungen für digitale Kommunikationsmittel im öV präsentiert. eos.uptrade stellte Anwendungen ihrer Vertriebslösungen vor. Die Tagung zeigte die Chancen in der zukünftigen Kommunikation mit unseren Kunden auf. Dem öV bieten sich viele Möglichkeiten für einen zeitgemässen und kundenorientierten Auftritt.

In verschiedenen Beiträgen wurden Beispiele für den erleichterten Zugang zum öV präsentiert.
Zunehmend bewegen sich Kinder ohne Begleitpersonen im öV. Sie haben oft Orientierungsschwierigkeiten im öV, weil das Raumverständnis und die Fachkenntnisse meist noch eingeschränkt sind. Mit einem App können Kinder Tickets abrufen, welche ihre Eltern vorgängig für Sie freigegeben haben, oder die Eltern können ihren Kindern ein Guthaben für ihre Ticketkäufe freischalten. Die App erleichtert die Orientierung der Kinder, indem häufig gefahrene Strecken räumlich und mit den öV-Linien ergänzt auf dem Display ihres Smartphones dargestellt werden. Dieses Familienzahlungsmittel entlastet einerseits die Eltern und erleichtert andererseits den Kindern die Nutzung des öV. Eine wichtige Kundengruppe erlebt den öV positiv.
 
Die Digitalisierung ermöglicht viele Anwendungen, welche den Ticketkauf, den Kundendienst und den SAV vereinfachen. Apps können den Kunden auf vielfältige Weise unterstützen. Tickets werden teilweise doppelt gekauft oder der Kaufvorgang kann nicht korrekt abgeschlossen werden (z.B. weil die App „hängen bleibt“) und der Kaufvorgang wird unterbrochen. Eine Doppelkauf-Prävention unterstützt dabei den Kunden, dass er keine Tickets mehrfach kauft. Eine einfache Billett-Stornierung oder Änderungen der Reise können einfach vorgenommen werden. Verlässt der Kunde mit seinem gelösten Ticket den gültigen Anwendungsbereich, kann ihn ein Handy-Alarm warnen. Ebenso können Reklamationen über digitale Medien einfacher und zeitnaher eingebracht werden: die Zuordnung einer Meldung zu einem konkreten Ereignisfall wird stark vereinfacht (z.B. dank der räumlichen Ortung) und gleichzeitig können dem Kunden Alternativen angeboten werden.
 
Der aktuelle Stand der Anbieter im Mobile Payment wurden ebenso vorgestellt wie neue Möglichkeiten im Mobile Shop. Um die Kontrolle zu beschleunigen, wurde eine neue Lösung mit einer NFC-fähigen SIM-Karte präsentiert. Entsprechend könnte die Personalkontrolle entfallen (weil das Billett einem Smartphone einer Person eindeutig zugeordnet wird) und Kopien des Tickets würden einfacher erkennt. EOS stellte ihr Vorgehen und ihre Methoden vor, wie sie eine agile Arbeitsweise in ihren Projekten fördern. Interessant war auch die Vorstellung des automatisierten Testing.
 
Das Fachtreffen wurde abgerundet mit Erfahrungsberichten aus der Praxis der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB). In der abschliessenden Gesprächsrunde wurden verschiedene Herausforderungen wie die Sharing Economy und ihre Konsequenzen für den öV sowie die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Vertrieb angesprochen.

Martin Perrez
ch-direct
Fachbereich Vertrieb und Systeme
 
 

Kontiki-Konferenz
10./11. November 2016, Leipzig

Das  Thema der 57. Kontiki Konferenz in Leipzig lautete 'Der eTicket-Zoo'. Im Zentrum standen e-Ticketing Systeme in Deutschland und Polen. Darüber hinaus standen Themen wie kontaktlose Bezahlverfahren, Multiapplikationen und Digitalisierung auf der Agenda.

Weitere Infos zur Veranstaltung finden sie hier.
 
 

Infrastrukturtagung 2016
28. Oktober 2016, Brugg-Windisch

Am 28.10.2016 fand in der Fachhochschule (FHNW)  Brugg-Windisch die 5. Infrastrukturtagung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) statt.

Die vom Bundesrat im April 2016 verabschiedete Strategie „Digitale Schweiz“ soll Leitlinien für das staatliche Handeln aufzeigen, wo und wie Behörden/Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und  Zivilgesellschaft  zusammenarbeiten müssen um gemeinsam  die digitale Zukunft zu gestalten. Ziel ist es, der digitalen Entfaltung Raum zu geben,  Transformationsprozesse vernetzt zu gestalten und den Strukturwandel aktiv anzugehen.

Daten und Datenaustausch werden immer wichtiger und schneller. Open data wird gemäss Studien der OECD zusätzliches Wirtschaftswachstum generieren. Besonders betroffen sind das Gesundheitswesen, die Bildung und das Transportwesen. Im Letzteren müssen die Daten künftig verkehrsträgerübergreifend austauschbar sein. Dabei sind auch die Fahrzeugdaten des motorisierten Strassenverkehrs mit einzubeziehen. In Zukunft braucht es die anonymisierten Bewegungsdaten der Verkehrsteilnehmer, um Infrastrukturen zu planen und verschiedene Verkehrsträger auf Mobilitätsplattformen zu vernetzen. Es ist daher dringend notwendig, die rechtlichen Grundlagen zu erarbeiten.

Die Thematik Data Policy wurde ganzheitlich betrachtet mittels hochkarätigen Referaten und einer Podiumsdiskussion. Weitere Infos zur Veranstaltung finden sie hier.

 

Informationsanlass Vertriebslösungen SBB
02. September 2016, Bern

Die SBB, Partnervertrieb, haben an Ihrem diesjährigen Informationsanlass kundenfreundliche und innovative Lösungen für Kundinnen und Kunden präsentiert.

Im Fokus stand die sichere und bequeme Anbindung an die NOVA-Schnittstelle, um Vertriebslösungen optimal nutzen zu können.

Der Anlass im Hauptsitz des SBB Personenverkehrs in Bern war perfekt organisiert und informativ. Der Besucher fühlte sich beim Gastgeber SBB  gut aufgehoben.

www.sbb.ch/partnervertrieb

 

Kontiki-Konferenz
16./17. Juni 2016, Duisburg

Die 56. Kontiki-Konferenz in Duisburg befasste sich unter dem Titel „Der Preis macht’s heiß“ schwerpunktmässig mit den Themen Tarif und Marketing sowie den Konsequenzen für das E-Ticketing. Die Kundenorientierung muss Basis für das Ticketing und die Kundenbeziehung sein.

In Duisburg wurde das Thema Kundenkontakt und E-Ticketing aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Eingangs wurden die Herausforderungen für die Zukunft der Mobilität und daraus abzuleitende Konsequenzen für das Marketing aufgezeigt. Die öV-Branche muss sich darauf vorbereiten, dass externe Anbieter Lösungen aus einer Hand anbieten können (z.B. Fahrzeuge, Versicherungen, Mobilitätsplanung). Grosse Firmen wie z.B. Google sind primär am Zugang zu den Daten interessiert, die eine wesentliche Grundlage für den Marktzugang und das Marketing darstellen.

Wesentliche Prinzipien für die Kommunikation der Transportunternehmen mit Ihren Kunden wurden aufgezeigt. „Das Denken in Kundenbeziehungen" muss die Orientierung am Produktlebenszyklus ablösen. Das E-Ticketing bietet die grosse Chance, neue Kundenbeziehungen zu schaffen. Es gilt mehrere Schwellen zu überwinden, um ein hohe Akzeptanz des E-Ticketing zu erreichen:






Der „Touchpoint“ des Verkaufs hat eine enorme Bedeutung. Das Handy-Ticket und das E-Ticketing generell müssen zunehmend umfassende Kundenbedürfnisse erfüllen, z.B. Basisinformationen integrieren, die heute z.T. schlecht verfügbar sind; darauf aufbauend gilt es Zusatzinformationen zu vermitteln. Dabei ist weniger der „durchsichtige“ Tarif als vielmehr die Orientierung an der gefühlten Einfachheit  zielführend. Die Abwägung zwischen einer Attraktivierung und einer Erhöhung der Tarife ist vorzunehmen:


An vielen Beispielen wurde aufgezeigt, wie die Begeisterung der Kunden zu wecken ist: Emotionen und Gefühle wecken, Konturen schaffen und mit Kanten Aufmerksamkeit erlangen. Über die Touchpoints mit dem Kunden und die Kommunikation über die E-Kanäle müssen Botschaften gesendet werden. 

Im Rahmen der Digitalisierung ist eine Vereinfachung des Tarifs zu prüfen. Im Verkehrsverbund Rhein-Neckar wurde beispielsweise der Lufttarif eingeführt. Aufgrund der guten Verständlichkeit wurde dieser von der Kundschaft sehr gut angenommen, weil der Tarif der Denkweise der Kundschaft entspricht. Das Beispiel zeigt auf, dass die Transportunternehmen verstärkt aus der Sicht des Kunden denken müssen. In anderen Verbünden wurde die Verständlichkeit des Tarifs durch Vereinfachungen erhöht.

E-Ticketing ist nicht nur ein Tarif oder ein Verkaufssystem. Mit dem Auftritt auf elektronischen Kanälen müssen die öV Anbieter einen gesamtheitlichen und integralen Auftritt sicherstellen – dies sowohl aus Sicht der Unternehmen als auch der Branche. Nicht nur die wesentlichen Informationen über den aktuellen Fahrplan oder Störungen, sondern auch umfassende Informationen über umfassende Angebote mit möglichst vielen positiven Botschaften sollen die Kundschaft über die elektronischen und smarten Kanäle erreichen. Mit dem Kunden muss eine dauerhafte Beziehung gepflegt werden. Vor lauter Digitalisierung dürfen wir den Kern der Aufgabe und die Kundenoptik nicht vergessen. Die Orientierung an der übergeordneten Kundenbeziehung muss auch Grundlage für das E-Ticketing sein.

Martin Perrez

ch-direct
Fachbereich Vertrieb und Systeme

Die Vorträge der 56.Kontiki-Konferenz in Duisburg können Sie mittels dieses Links herunterladen.


Kontiki-Konferenz
10./11. März 2016, Stuttgart 

Der Mobilitätskunde will sich möglichst einfach fortbewegen und nutzt dabei zunehmend situativ unterschiedliche Verkehrsmittel. Er denkt und handelt multimodal (vgl. e-Vertrieb Dez. 2015). Entsprechend wird sich die Fahrplanauskunft nicht mehr auf den öffentlichen Verkehr beschränken, sondern muss die vorangehenden oder anschliessenden Reiseetappen einschliessen. Integrierte Buchungsplattformen sind in der Schweiz, aber auch in Deutschland im Aufbau, um dem Kunden mittelfristig die Möglichkeit zu geben, unterschiedliche Mobilitätdienstleistungen über ein einheitliches Portal zu buchen und abzurechnen. Die Transportunternehmen des öV müssen sich entsprechend neu positionieren. Welche Rolle spielen sie in der Mobilitätskette? Welche Angebote müssen Sie ihren Kunden machen? Wie verhalten sie sich gegenüber Konkurrenten resp. Kooperationspartner?

In Stuttgart haben sich die Verkehrsexperten in der 55. Kontiki-Konferenz zum Thema „Vernetzung nachhaltige Mobilität“ getroffen. Im Zentrum standen die Erfahrungen in den deutschen Verkehrsverbünden beim Aufbau von integrierten Buchungsplattformen sowie die Aufgaben und Chancen der Transportunternehmen in der kombinierten Mobilität. Der Wille und die Notwendigkeit wurden klar geäussert, verstärkt auf die Gesamtmobilität und multimodale Buchungsmöglichkeiten zu setzen. Die Erweiterungen der Dienstleistungen erfolgen meist in Teiletappen. Einzelne Anbieter setzen verstärkt auf die Vernetzung verschiedener (elektro-)mobilen Dienstleistungen (Bsp. Projekt polygo-Card von „Stuttgart Services“). Das klassische eTicket für den öV entwickelt sich zu einer multimodalen Mobilitätskarte weiter (Bsp. Baden-Württemberg, Stuttgart, Münster).

Für die Transportunternehmen wird als wichtig angesehen, mit einem guten Angebot eine starke Position im Heimmarkt aufzubauen (z.B. Mobilitätsangebote im eigenen Verbundgebiet). Häufig werden in einem ersten Ausbauschritt regionale Dienstleistungen integriert und die Attraktivität mit Rabatten erhöht (Bsp. polygo-Card in Stuttgart: bezahlen und Punkte sammeln, Rabatte, regionale Services von Bibliotheken oder Ämter wie z.B. die Beantragung eines Personalausweises). Aus dieser starken Stellung werden die Unternehmen des öV zu Kooperationspartner für die anderen Mobilitätsanbieter und können auch Forderungen stellen (z.B. Reduktion oder Verzicht der Verkaufsprovisionen gegenüber Anbietern von Mobilitätsplattformen wie moovel).

Die Chancen und Möglichkeiten von Mobilitätsplattformen wurden breit diskutiert. Viele Handlungsfelder ergeben sich:


Die Nutzer von Mobilitätsplattformen können auch von den Erfahrungen anderer Nutzer profitieren, wie dies verschiedene Verkaufsplattformen wie Amazon schon heute ermöglichen. Transportunternehmen profitieren, indem ihre Kunden weitere Kunden motivieren resp. für weitere Kunden werben. Die Loyalität dieser Werbeträger kann auch belohnt werden. Die im letzten eVertrieb vorgestellte Mobilitätsplattform "smile" wird in Kürze in mehreren Städten Österreichs angeboten. Im Hintergrund wird entsprechend eine technische Plattform für das ganze Land gebaut: ein Vorbild für die Schweiz?

Der Beitrag vom moovel zeigte auf, dass branchenfremde Mobilitätsanbieter mit ihrem Angebot als Vermittler Geld verdienen wollen: Die Mobilität wird dem (End-)Kunden zum gleichen Preis angeboten. Das Geschäftsmodell basiert auf Provisionen resp. Margen. Für die Bezahlfunktion wird mit Dritten zusammengearbeitet. Kooperationen mit weiteren Services erhöhen den Nutzungsgrad und damit die Attraktivität des eigenen Angebots. Diese Anbieter orientieren sich an allen Mobilitätsformen. Somit erhalten auch nicht öV-Kunden Vorteile (Bsp. das Kaufgeschäft zahlt für den Kunden-Parkplatz). Der öV wird zukünftig bei vielen Mobilitätsanbietern möglicherweise in Konkurrenz zum Auto resp. motorisierten Individualverkehr (MiV) sein. Der Zugang zur Mobilität wird sich stark ändern (Bsp. Orientierung an der Mobilitätskette, bequemer Zugang über 1 Konto, Zugang über neue elektronische Kanäle wie Handy oder Uhr): die Frage ist nicht, ob der Wandel kommt, sondern wann er kommt.

Die App von moovel ermöglicht dem Kunden die Wahlfreiheit für sein bestes Verkehrsmittel.

Damit die Transportunternehmen und die Branche nicht von branchenfremden Mobilitätsanbietern gesteuert oder gar dominiert werden, müssen sie eine starke Position aufbauen. Damit kann der öV beispielsweise branchenfremden Mobilitätsanbietern den Zugang zu den Kundendaten gewähren, zahlt aber keine Provisionen aus. Der öV kann von einem Anbieter die Kundendaten einfordern, sobald ein Mobilitätsanbieter eine öV-Reise vermittelt. Die Ausgestaltung der Verträge mit den Anbietern von Mobilitätsplattformen wird eine zentrale Bedeutung erlangen. Mehrere Mobilitätsplattformen sind im Aufbau, aber nur die Besten werden sich durchsetzen.

Der Beitrag über die Gastgeberstadt Stuttgart betonte die regionale Abstimmung, die Förderung der Anschlussmobilität auf der ersten resp. letzten Meile und das Aufrechterhalten der nicht elektronischen Information. Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) ist Kümmerer und bietet dem Kunden mit seinen kombinierten Angeboten viele Nutzen: einfacher Zugang zur Mobilität, Bündelung der Information oder Sonderkonditionen für Stammkunden des öV. Mit neuen Services wie "polygo" als Zugangskarte zum öV können die Stuttgarter Strassenbahnen (SSB) wichtige Impulse zur Umsetzung prioritärer vertrieblicher Handlungsfelder geben.

In Münster konnten die Stadtwerke Münster die Attraktivität der eigenen Mobilitätskarte erhöhen und die Kundengruppen erweitern, indem sie die Bezahlfunktion für Parkhäuser in ihre Karte integrierten (auch für nicht öV-Kunden): Die Karte für den öV ist auch die "schnellste Parkkarte".


Die Einbindung von weiteren Services ermöglicht damit auch den Zugang für Nicht-Kunden. In mehreren Beiträgen wurden die verschiedenen Aspekte der Mobilitätskette und die Zahlungs-funktion beleuchtet (Car-Sharing stationär und Freefloating, E-Bikte-Stationen).

Die Vorträge der 55.Kontiki-Konferenz in Stuttgart können Sie mittels dieses Links herunterladen.


Kontiki-Konferenz
12./13. November 2015, Berlin 

Am 12. und 13. November 2015 fand in Berlin die 54. Kontiki-Konfernz statt. Die Konferenz stand unter dem Motto "zentral, dezentral und mandatenfähig - Lösungsansätze für e Ticketing-Systeme".
 
Der Grossraum Berlin-Brandenburg ist stark am Wachsen. Ein Schwerpunktthema an der 54. Kontiki-Konferenz war die Digitalisierung im VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg): Vernetzte Mobilität und elektronische Fahrausweise. Durch die mobile Datenübertragung können digitale und reale Welten verknüpft werden und somit der Nutzen für Kunden gesteigert und Vertriebskosten gesenkt werden. Die S-Bahn Berlin twittert beispielsweise als erstes Verkehrsunternehmen Störungen auf Twitter.

Massgebende Herausforderungen:

- das veränderte Mobilitätsverhalten des Kunden bedingt mehr Informationsbedarf
- eine höhere Nachfrage im öV führt zu mehr Angeboten
- die Digitalisierung der Kunden zieht eine Digitalisierung im öV mit sich

Seit Januar 2013 sind rund 350'000 Chipkarten, die «VBB-fahrCard» im Raum Berlin-Brandenburg im Einsatz. Einfach einsteigen und losfahren!



Die Karte ersetzt – zunächst für Abonnenten – den bisherigen Papierfahrausweis. Auf der «VBB-fahrCard» werden nur Daten gespeichert, die bisher auch auf dem Papierticket oder der Kundenkarte enthalten waren.  Ein Zugang durch Dritte zu weiterführenden persönlichen Daten und zu Kontodaten durch Auslesen der Daten auf dem Chip ist nicht möglich, da diese nicht auf der Karte hinterlegt sind.

Gelegenheitskunden erwerben ihren Fahrausweis einfach via Handy.

Die BVG App "Fahrinfo Plus" macht das Smartphone zum Fahrschein, informiert über Fahrverbindungen und kann Lieblingsstrecken speichern. Zudem lassen sich Carsharing-Fahrzeuge auf einer interaktiven Umgebungsansicht finden und reservieren.

  

Die VBB-App "Bus&Bahn" für Berlin und Brandenburg ermöglicht ebenfalls den Kauf von Handytickets (Einzelfahrausweise, Tageskarten, Fahrradticket und touristische Produkte).



Des Weiteren gibt es die "S-Bahn-App" mit Fahrplanauskunft und S-Bahn Informationen.



Die Auswertung und Nutzung Big Data unter Beachtung des Datenschutzes sind für die VBB ein zentrales Thema. Nebst Kontroll- , Verkaufs,  Fahrzeug- und Tarifdaten soll es künftig möglich sein, Daten auszuwerten und zu nutzen für die Verkehrserhebung, den Betrieb, die Sicherheit, die Planung,  die Auslastung der Infrastruktur und für Kommunikationszwecke.  Diesbezüglich sind die  VBB und die Verkehrsunternehmen im Austausch mit dem Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit sowie der Landesbeauftragten für den Datenschutz.

Die Vorträge der 54.Kontiki-Konferenz in Berlin können Sie mittels dieses Links herunterladen.


Infrastrukturtagung
6. November 2015, Zürich

Am 06.11.2015 fand in der ETH Zürich die jährliche Infrastrukturtagung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Chair Management of Network Industries der ETH Lausanne organisiert. Politiker, Wissenschafter und Wirtschaftsführer referierten und diskutierten über die Thematik Digitalisierung.



UVEK-Vorsteherin und Bundesrätin Doris Leuthard erläuterte in Ihrer Eröffnungsrede "Wie digital ist die Schweiz unterwegs?" die Bedeutung der Digitalisierung für die schweizerische Infrastruktur.
Leuthard wies darauf hin, dass der Ausbau der Infrastruktur in den Bereichen Wasser, Schiene, Strom und Telekommunikation aufgrund der begrenzten Fläche des Landes kaum mehr möglich sei. In Folge müssten bestehende Infrastrukturen optimiert werden. Hierbei helfe die Digitalisierung. Diese beginnt mit Kleinigkeiten, wie Leuthard anhand einer Zugfahrt veranschaulichte. Billette könnten heute via App gekauft werden. Doch bei der Sitzplatzreservation gebe es eine "Zetteliwirtschaft", erklärte Leuthard. Immer noch würden gebuchte Plätze mit Papier ausgewiesen.

Gemäss einer WEF Studie, The Global Information Technology Report 2015, nimmt die Schweiz in einem gobalen digitalen Vergleich Platz 6 ein. Dieses gute Ranking soll künftig noch besser werden. Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sind gefordert um künftig eine zugängliche, sichere und international kompetitive Netzstruktur  im Verkehrs-, Energie- und Kommunikationswesen zu gewährleisten.

Die Vorträge der Infrastrukturtagung 2015 in Zürich können Sie mittels dieses Links herunterladen.

Informationsanlass Vertriebslösungen SBB
26.Juni 2015, Bern

Die SBB, Vertrieb und Services, hat an Ihrem diesjährigen Informationsanlass unter dem Motto «Die Zukunft des Vertriebs – gut aufgehoben bei der SBB» Ihre modernen Vertriebslösungen präsentiert. 

Im  Zentrum steht immer der Kunde und seine Bedürfnisse.  Dieser möchte unkompliziert sein Billett kaufen können und  bei Bedarf gut  beraten werden. Dies widerspiegelt sich im Leitsatz der SBB, Vertrieb und Services:

- überall einfach zum Ticket
- individuelle Beratung und persönliche Lösungen für vielfältige Kunden

Die SBB bietet zeitgemässe und zukunftsorientierte Vertriebslösungen an, stellt die Einlieferung von Verkaufs-und Abrechnungsdaten sicher und die Einnahmenverteilung an die Vertriebspartner. Sie garantiert einen reibungslosen Service Ihre Produkte über entsprechende Schnittstellen und optimiert laufend die Beschaffungs-und Betriebskosten für die angebotenen Produkte.
Der Anlass im Kursaal Bern war perfekt organisiert und sehr informativ. Der Besucher fühlte sich beim Gastgeber SBB  gut aufgehoben.

Zusätzliche Informationen können Sie mittels folgendem  Link herunterladen:
www.sbb.ch/partnervertrieb

Hier finden Sie den Foliensatz zum Informationsanlass vom 26.06.2015 in Bern sowie detaillierte Angaben zu Produkten und Services.

Kontiki-Konferenz
18./19.Juni 2015, München

Am 18./19.06.2015 fand die 53. Kontiki Konferenz in München statt. Fokusthema war die Integration von Systemwelten und dessen Herausforderungen für den öffentlichen Verkehr.

Innovative Lösungen im urbanen Verkehr sind immer mehr gefragt. Multimodale Möglichkeiten für die Reiseplanung liegen voll im Trend und werden künftig an Bedeutung gewinnen. Die urbane Mobilität ändert sich und neue Angebote entstehen. Mittels intelligenter Reiseassistenten soll das Reisen erleichtert werden und der wirtschaftliche Nutzen für die einzelnen Transportunternehmen gesteigert werden.

Die Erwartungshaltung der Kunden des öV wird anspruchsvoller. Der Kunde will einfach von A nach B fahren und möchte ebenfalls ein Ticket für den öffentlichen Verkehr für alle Regionen in einem Land vorab auf seinem Smartphone lösen können. Deshalb entwickelt sich der Mobilitätsmarkt äusserst dynamisch und neue Mobilitätsformen ergänzen etablierte Systeme. Kunden wünschen sich intuitive App-Applikationen, die ganz unkompliziert alle relevanten Mobilitätsinformationen aus einer Hand anbieten:
 

  • Ticketkauf
  • Fahrplaninformationen
  • Echtzeitinformationen
  • Vielfalt von Anbietern und Angeboten auf einer App
  • Preisvergleichsmöglichkeiten
  • Anzeige von Reisefortschritten (Darstellung der Wartezeit von einem Transportmittel zum anderen)

Die App der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG App)

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) als Betreibergesellschaft für den städtischen U-Bahn-, Tram- und Stadtbusverkehr hat Ende 2013 ein Handy Ticket eingeführt. Insgesamt nutzen rund 555 Millionen Menschen im vergangenen Jahr U-Bahn, Bus und Tram, um durch München zu fahren. Dies bedeutet eine Zuwachsrate von 25% in den letzten 10 Jahren. An einem gewöhnlichen Werktag transportieren die MVG bis zu 1 Mio. Fahrgäste und über 700‘000 Nutzer haben bis jetzt die  MVG App heruntergeladen. Neben der klassischen Fahrplanauskunft ist es möglich dank automatischer Ortung für jeden Standort in München die nächtsgelegene Haltestelle und eine Umgebungskarte mit Entfernungsangabe bis dorthin aufzurufen. Innovative und individuelle Abfragemöglichkeiten in der Fahrplanauskunft - das ist die neue Generation der mobilen Fahrgastinformation. Die App wird im Sommer 2015 erweitert für Car Sharing und Fahrradverleih.

MVG Fahrinfo München ist die aktuelle Fahrplanauskunft für München und die Region mit U- und S-Bahn, Tram und StadtBus sowie den Regionalbahnen und -bussen. Sie bietet das Handy Ticket für alle Verkehrsmittel im gesamten MVV. Geben Sie einfach Start und Ziel ein und Sie erhalten die besten Verbindungen mit dem Vorschlag des dazu passendem Handy Tickets. Für die Ticketwahl sind keine Tarif- oder Ortskenntnisse nötig.

https://www.mvg.de/services/mobile-services/fahrinfo.html

Wir bedanken uns bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) für die Genehmigung der Verwendung der Bilder für unseren Artikel.


Qixxit

An der 53. Kontiki Konferenz in München wurden Informationen zu Qixxit, einem multimodalen Mobilitätsportal der Deutschen Bahn (DB) auf einer App basierten Applikation, vorgestellt. Der Online-Reiseplaner soll das Reisen innerhalb von Deutschland einfacher machen. Der Kunde  kann seine Auswahl modular treffen und anklicken welche Transportmittel (bis zu 15) auf der geplanten Reise genutzt werden sollen. Quixxit zeigt dann  die schnellsten, billigsten oder komfortabelsten Verbindungen an.

























https://www.qixxit.de/

Das mühsame Heraussuchen und kombinieren von einzelnen Verkehrsmitteln und Verbindungen entfällt. Allerdings zeigt das System noch Schwachstellen. Nicht alle Kooperationspartner von Qixxit liefern alle relevanten Daten wie umfassende Verbindungsdaten oder Preise, integrierte Ticket-Buchungen  sind noch nicht vollumfänglich möglich. Die Umsteigezeiten sind teils zu knapp bemessen und Verspätungen und Ausfälle können bis auf die Daten der DB noch nicht angezeigt werden. Qixxit bietet als ‚Reisebegleiter‘ einen neuen Service an, den es bis dahin nicht gab und welcher kontinuierlich verbessert und ausgebaut wird.

Wir bedanken uns bei der Deutschen Bahn (DB) für die Genehmigung der Verwendung der Bilder für unseren Artikel.


Multimodale Verkehrsauskunft Österreich

Die Verkehrsauskunft Österreich (VAO) ist eine Plattform, welche Verkehrsmittel übergreifend Auskünfte zur ganzheitlichen Verkehrsübersicht in Österreich gibt. Dies erfolgt mittels der Gleichstellung aller Verkehrsträger. Die Informationen sind sowohl auf dem Web als auch mittels der gratis  App "Unterwegs" abrufbar.
Über 500 zugeschaltete Webcams überwachen das Verkehrsgeschehen in ganz Österreich und vermitteln einen ganzheitlichen Blick über die Verkehrslage und liefern Prognosen über das Verkehrsaufkommen. Die App liefert in Echtzeit Informationen zu Baustellen und Verkehrsbehinderungen wie Staus und Unfälle. Mittels GPS Ortung auf dem Handy werden Umgebungskarten des aktuellen Standortes angezeigt und entsprechende Verkehrsinformationen weiter gegeben. Mautkarten für gebührenpflichtige Streckenabschnitte können einfach und schnell per Smartphone erworben und bezahlt werden. Zudem werden Infos über Park+Ride Anlagen, Leihfahrrad-Stationen und Informationen zu Parkplatzsuchzeiten geliefert. Somit wird ein Beitrag zu Umweltschutz und Verringerung des CO2 Ausstosses geleistet.
 
Die vollständigen und wertungsfreien Auskünfte aller Verkehrsträger sind die Hauptvoraussetzung für den Nutzer zu entscheiden, wie und mit welchem Verkehrsmittel eine Reise angetreten werden soll. Die VAO leistet somit einen nennenswerten Beitrag zur Verkehrsverlagerung hin zum öffentlichen Verkehr.

http://www.asfinag.at/unterwegs/mobil-unterwegs

Weitere Infos zum Thema unter:
http://www.verkehrsauskunft.at/

Wir bedanken uns bei der Verkehrsauskunft Österreich für die Genehmigung der Verwendung der Bilder für unseren Artikel.
 
Die Vorträge der 53. Kontiki-Konferenz in München können Sie mittels dieses Links herunterladen.

Kontiki-Konferenz
5./6. März 2015, Luxemburg

Kontiki ist ein Netzwerk für den Erfahrungsaustausch im öffentlichen Verkehr. Die Konferenzteilnehmer kommen aus Verkehrsunternehmen und –verbünden, aus Forschung und Industrie, Politik, der Finanzwelt und aus dem Consulting Bereich. Hier wird Wissen über neue Technologien und Anwendungen im öffentlichen Verkehr in ganz Europa vermittelt und ausgetauscht.

Anfangs März 2015 fand in Luxemburg die 52. Kontiki-Konferenz statt. Das Schwerpunktthema war die Einführung eines e-Ticketing Systems in Luxemburg. Das kleine Land im Herzen Europas hat nur rund 560‘000 Einwohner und einen grossen Anteil an ausländischer Wohnbevölkerung. Täglich gibt es über eine halbe Million grenzüberschreitender Fahrten von Personen aus Deutschland, Frankreich und Holland welche als Grenzgänger in Luxemburg arbeiten. Der grosse Teil der Grenzgänger fährt mit dem Auto und nur rund 7% benutzen den öffentlichen Verkehr. Das grosse Verkehrsvolumen wird einem bewusst, wenn man sich in Luxemburg bewegt. Es gibt breite mehrspurige Einfallsstrassen mit separaten Busspuren. Das Stadtbild wird geprägt durch die mehr als 1000 Busse welche im öffentlichen Verkehr unterwegs sind.
Folgende Hauptreferate standen auf der Agenda der 52. Kontiki-Konferenz:


  • Einführung öPV in Luxemburg - Mobilitätsstrategie - das Projekt LuxTram – Das e-Ticketsystem in Luxemburg aus strategischer Sicht
  • Einführung des eTicketsystems in Luxemburg – Ziele - Architektur - Umsetzung
  • EU-Position - Ziele und Strategie – Rahmenprogramm - Förderprogramme
  • UITP-Position / Strategie - Ziele und Strategie - die Smart Ticketing Alliance
  • All Ways Travelling - Development of a model for a European multi-modal passenger information and booking system
  • IPSI wird gebaut!  – Anforderungen - Vertriebsmöglichkeiten
Ab dem 15.04.2015 wurde in Luxemburg ein e-Ticket System auf Basis einer Chip Karte eingeführt. Diese funktioniert nur im Raum Luxemburg. Eine grenzüberschreitende Umsetzung kommt erst in einer späteren Phase, da die umliegenden Länder andere nicht kompatible e-Ticket Systeme einsetzen. Mit dem neuen e-Ticket System  wird der öffentliche Verkehr in Luxemburg aufgewertet. In Zukunft soll es eine Verlagerung vom Individual-Verkehr zum öffentlichen Verkehr geben. Der Regionalverkehr soll ausgebaut und neue Tramlinien erstellt werden. Das Konzept der Multimodalität in Luxemburg mit Einbezug des öffentlichen und des motorisierten Verkehrs, Park+Ride, und Tourismus soll weiter ausgebaut werden. Einher geht eine Optimierung der Tarife.
Die luxemburgische MKaart ist bei zugelassenen Schaltern des ‚Verkéiersverbond‘ (Verkehrsverbund) erhältlich. Der Nutzer kann anschliessend auf dem Online-Shop mShop oder mittels der mTicket App seine MKaart (Karte) eintragen und die benötigten Produkte bestellen und bezahlen.



Es können verschiedene Produkte auf der Karte gespeichert werden und es ist auch möglich, dass mehrere Personen den Inhaber einer Karte auf seiner Reise begleiten können.


  • Kurzzeit 2(h)
  • Tageskarte
  • 10er - Block Kurzzeit
  • 5er - Block Tageskarte
Am Folgetag der Bestellung kann der Nutzer seine Bestellung "herunterladen", indem er vor Antritt der Reise seine MKaart vor einen Entwertungs-oder Informationsautomaten mit dem Pick Up Symbol hält. Um den elektronischen Fahrschein anschliessend zu entwerten, muss dieser vor einen mit Touch Screen ausgestatteten Entwerter gehalten werden.

Die Stichkontrollen erfolgen mit einem elektronischen Lesegerät, welches dem Kontrolleur den Status der Gültigkeit anzeigt.
Sowohl auf der Internetseite http://www.mobiliteit.lu/ und einer entsprechenden App erhält der Kunde Informationen über sämtliche Fahrmöglichkeiten. Neue dynamische Anzeigetafeln an den Haltestellen geben Echtzeitinformationen zu Abfahrtszeiten und Ankunftszeiten am Zielort an. Es ist auch weiterhin möglich, Fahrscheine am Ticket Automaten oder direkt beim Buschauffeur zu beziehen.

Die Vorträge der 52. Kontiki-Konferenz in Luxembourg können Sie mittels dieses Links herunterladen.


Wir bedanken uns beim  Verkéiersverbond / Communauté des Transports Luxembourg  für die Genehmigung der Verwendung der Bilder für unseren Artikel.

 

"Multimodale Mobilität im ÖPV", IIR Fachkonferenz
25./26.Februar 2015, Wien

Im Rahmen des Forums Verkehr vom 25. – 26. Februar 2015 in Wien wurden aktuelle verkehrspolitische Themen wie multimodale Mobilität sowie Interoperabilität der Schiene von zahlreichen Experten diskutiert.

Viele Menschen nutzen bereits heute die unterschiedlichsten Verkehrsmittel. Dieser Trend wird sich weiterhin intensivieren. Innovationen wie Mobilitätskarten, die einen leichteren Zugang zu verschiedenen Mobilitätsangeboten wie Jahreskarten der Transportunternehmen und Verbünden, Parkhäusern Bike-Sharing, Car-Sharing, Eintritten z.B. in Museen, Konzerten bieten, sind wegweisend.

Die Vernetzung von Mobilitätsangeboten für jeden braucht Vorreiter, die in der Lage sind, sich dieser Herausforderung anzunehmen und auch ziel- sowie kundenorientiert umzusetzen.
Die Fachkonferenz in Wien des IIR fand innerhalb des Forums Verkehr stand unter dem Motto: «Vernetzt, integriert, optimiert – Vom Angebot bis zum Ticketing». Die folgenden Themen wurden diskutiert und vorgestellt:
 
  • Neue Mobilitätskonzepte in der Umsetzung – Infrastruktur, Organisation, Finanzierung
  • Multimodale Auskunft, Tarifinformation und Online-Vertrieb – Integration der Systeme
  • Schlüsseltool Mobilitätskarte – Realisierung & Roll-Out
  • Mobile Ticketing, e-Ticketing, Smart Card – Aktuelle Entwicklungen, User Experience, Datensicherheit
  • Car-Sharing – Großer Konkurrent oder zukunftsträchtiger Kooperationspartner?
Neue Mobilitätskonzepte, wie zum Beispiel die multimodalen Systeme der Hamburger Hochbahn, switchh oder smile der Wiener Stadtwerke wurden präsentiert, aber auch die Mobilitätskarte der Niederlande. Allesamt sehr interessante Ideen  und Umsetzungen, die zeigen, was wo unter den gegebenen Bedingungen möglich ist.

Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass auch organisatorische Rahmenbedingungen in der Konzeption, Durchführung und Umsetzung eine grosse Rolle spielen. Für die Realisierung der Mobilitätskarte der Niederlande hat es jahrelangen Abstimmungsbedarf (sieben Jahre, Aussage Mortier, Programmdirektor OVCP) benötigt, bis sich die beteiligten Transportunternehmen der Niederlande auf die Mobilitätskarte einigen konnten und diese dann auch gemeinsam umgesetzt haben.

Da haben wir es in der Schweiz deutlich einfacher, da wir bereits heute vorbildliche und verbindliche organisatorische Voraussetzungen geschaffen haben. Diese Strukturen ermöglichen es,  eine Vorreiterrolle einnehmen zu können in der multimodalen mobilen Welt. Dafür braucht es Mut und den Willen, die Zukunft zu gestalten, damit wir für unsere Kundinnen und Kunden  einen einfachen Zugang zum öV zu ermöglichen.

Die Vorträge der Konferenz können Sie mittels dieses Links herunterladen.