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Nach dem Ja der Stimmbevölkerung von Ende September 2025 zu einer entsprechenden Initiative kommt in der Stadt Zürich eine generelle Verbilligung des ÖV-Abos. Generelle Preissenkungen gehen jedoch zu Lasten der Allgemeinheit und drohen, ein Loch in die ÖV-Finanzierung zu reissen – denn einen attraktiven öV zum Nulltarif gibt es nicht.
Rund 50 Prozent der Kosten des Schweizer öV trägt die Kundschaft mit den gekauften Tickets und Abonnements. Bund, Kantone und Gemeinden übernehmen die anderen 50 Prozent. Einen öV zum Nulltarif gibt es nicht – zahlen die Fahrgäste weniger, würden sich die Kosten einfach stärker auf die öffentliche Hand verlagern, welche notabene auch nicht unbegrenzte Mittel zur Verfügung hat. Sinken die Erträge aus den Billett- und Aboverkäufen, droht also Geld zu fehlen, um der Kundschaft ein attraktives Angebot zu bieten und dieses bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Die Attraktivität des Angebots ist jedoch entscheidend für die Erreichung des vom Bund anvisierten Ziels, den Anteil des öV am Gesamtverkehr zu steigern.
Aus diesen Gründen steht der VöV einer generellen ÖV-Verbilligung und Initiativen wie die «VBZ-Abo für 365 Franken» in der Stadt Zürich kritisch gegenüber. Die ÖV-Branche bietet für ihre Kundschaft bereits heute preislich vorteilhafte Billette und Abos, zum Beispiel das Halbtax-Abo, das GA Night oder Sparbillette.