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VöV_Schriften_04: Öffentlicher Verkehr Schweiz: Seine Leistungen - seine Finanzierung
32 Seiten, Format A5, geheftet Schutzgebühr Fr. 10.--.
V_Schrift_04_de.pdf (245 kB)
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Wie viel Leistung bekommt die öffentliche Hand für ihr Geld? Der öffentliche Verkehr in der Schweiz kann im internationalen Vergleich mit verschiedenen Superlativen aufwarten. In keinem Land ausser Japan wird Bahnfahren so intensiv nachgefragt wie hier. Die Schweizer Pendler benutzen – europaweit einmalig – in einigen Städten den öffentlichen Verkehr intensiver als das private Auto. Und im Regionalverkehr gilt die Schweiz mit ihrem noch immer dichten und gepflegten Bus- und Bahnangebot als internationales Vorbild. Dabei erbringt der öV seine Leistungen auch in den Randregionen qualitätsbewusst. Die Schweiz zahlt für ihren Service Public im Verkehr, für die Vorteile zugunsten des Wirtschaftsstandortes und für eine funktionierende Mobilität einen Preis: Sie finanziert den öffentlichen Verkehr zu gut 49 Prozent aus öffentlichen Mitteln. Wenn ein Kilometer Bahnfahren mit Halbtaxabonnement heute um die 14 Rappen kostet, so liegen seine Produktionskosten effektiv bei rund 27 Rappen. Entscheidend ist allerdings nicht die absolute Höhe der öffentlichen Ausgaben für Bahn, Bus, Tram, Schiff und Seilbahnen. Entscheidend ist, mit welcher gesamtwirtschaftlichen Wirkung Leistung erbracht wird, und ob die öffentliche Hand in der Tendenz immer stärker oder immer weniger belastet wird.
Die Antwort ist eindeutig, wie der VöV hier mit neuen Zahlen belegen kann. Der öffentliche Verkehr wird für die öffentliche Hand immer preiswerter. Denn der Mitteleinsatz von Bund, Kantonen und Gemeinden stagniert, während die Verkehrsleistung steigt. Der öffentliche Verkehr hat in den letzten zehn Jahren nicht nur sein Angebot deutlich erweitert, auch die Nachfrage ist seit 1993 markant um 23 Prozent gewachsen. Die Verkehrsproduktivität, ausgedrückt in der Verkehrsleistung (Personen- und Tonnenkilometer) pro öV-Mitarbeiter hat sich zwischen 1993 und 2002 bei den 24 wichtigsten Bahn- und Busunternehmen sogar um fast 53 Prozentpunkte verbessert. Das sind durchschnittlich fünf Prozentpunkte pro Jahr. Eine weitere Steigerung steht mit der Eröffnung von Bahn 2000 1. Etappe bevor. Die Ökonomie lehrt, dass solche Steigerungen nicht unbegrenzt weitergehen können. Die weiteren Produktivitätspotenziale sind wahrscheinlich geringer. Die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs werden sie aber auch in den nächsten zehn Jahren nutzen. Die vorliegende VöV-Schrift zeigt, wo der öV-Schweiz heute leistungsmässig steht, welche markanten Schritte in den letzten zehn Jahren gemacht wurden und wie es weitergeht. In diesem Sinne stellt sie für die Unternehmen, die Industrie, aber auch für Medien und Politik klar verständliche, neue Hintergrundinformationen bereit. Sie sollen mithelfen, die richtigen Entscheide für die Zukunft des öffentlichen Verkehrs zu fällen.
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