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öV-Glossar: Definitionen

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Begriff Definition
FABIFinanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur. Umfassende Bundesvorlage zum Erhalt und zum Ausbau der Bahninfrastruktur von SBB und KTU bis über 2040 hinaus. FABI sieht die Überführung der bisherigen FinöV-Finanzierungen (vor allem LSVA, Mineralölsteueranteil und Mehrwertsteuerpromille) in den neuen, zeitlich unbebefristeten Fonds BIF vor, ausserdem aber neue Finanzquellen wie die Reduktion des Fahrkostenabzuges bei der direkten Bundessteuer (250 Mio CHF jährlich), höhere Trassenpreise (300 Mio) und Kantonsanteile (300). Zu FABI läuft im Sommer 2011 das Vernehmlassungsverfahren. Die Gesamtsumme der geschätzten Projektkosten beträgt 42.7 Milliarden CHF, darunter 2 Milliarden für die KTU (ohne BLS und SBB). FABI soll den Viertelstundentakt im Fernverkehr für Zürich-Bern und Genf-Lausanne bis 2035 bringen. Für den ersten Ausbauschritt sind 3.5 Milliarden vorgesehen, die teilweise zeitlich parallel zu den ZEB-Massnahmen realisiert werden sollen. Zu den teuren Einzelprojekten gehören aus heutiger Sicht der Chestenbergtunnel, der Brüttenertunnel, der Wisenbergtunnel und die Neubaustrecke Axen.
Fahrgast-ChartaFreiwillige Verpflichtung der in der UIC, der CER und der CIT zusammengeschlossenen Bahngesellschaften zur Einhaltung von Regeln gegenüber den Kunden u.a. in den Bereichen Information, Sicherheit, Handicaps, Pünktlichkeit und Kundenbeteiligung. Die 2002 abgeschlossene Charta ist die Grundlage u.a. für Ausgleichsregelungen bei Unpünktlichkeit.
FahrplankilometerkostenBetrag für einen gefahrenen Kilometer, zusammengesetzt aus Personal-, Sach- und Kapitalkosten. Beispiele: Gemischter Auto- und Trolleybusbetrieb Winterthur (SW): 8.99 Fr. (2004); Zugsbetrieb RM: 14.00 Fr. (2004).
FahrplanspinneTaktsystem im öV, bei dem z.B. knapp vor der vollen oder halben Stunde Bahnen und Busse im entsprechenden öV-Knoten ankommen und ihn unmittelbar nach der vollen oder halben Stunde gebündelt wieder verlassen.
fastTRACKProjekt einer zukunftsorientierten Mobile Ticketing Lösung beim öV Schweiz. F. löst ab 2007 das Projekt EasyRide ab. Im Unterschied dazu wird F. nur minimale Ausrüstung bei Haltestellen und Rollmaterial benötigen und damit kostengünstiger sein. Basis ist das Handy, was Ticket-Kauf, -Kontrolle und -Zählung weitgehend automatisiert ermöglicht. In seiner ausgereiftesten Form könnte F. national voraussichtlich ab ca. 2011/12 realisiert sein. F. wird unter der Leitung der SBB, in Zusammenarbeit mit Nah- und Regionalverkehr, realisiert.
FeederVerkehrsmittel mit Zubringerfunktion z.B. Nahverkehrszug für den Fernverkehr.
FERFachempfehlung für das Rechnungswesen (u.a. bei Transportunternehmungen). Die FER werden bei den Schweizer TU erst im Ausnahmefall angewendet. Nach der Einführung der Bahnreform 2 ist mit einer flächendeckenden Anwendung zu rechnen.
FernverkehrIm Schweizer öV alle Kursangebote „von nationaler Bedeutung“, die von der SBB gefahren und für welche die SBB von Bund und Kantonen keine Abgeltung bekommt, die also eigenwirtschaftlich betrieben werden sollen. Der F. wird im Eisenbahngesetz und in der Leistungs-vereinbarung SBB erwähnt, aber nicht definiert. Linien-, haltenstellen- und teilweise betriebszeitengenau bestimmt ist der F. in der Fernverkehrskonzession. Fahrplantechnisch umfasst der F. die Eurocity-, Intercity- und InterRegio-Angebote, im Regelfall jedoch nicht die Regio-Express-Züge. Die z.B. von SOB, BLS, RhB, MGB oder MOB betriebenen Langstreckenlinien wie etwa der Glacier-Express sind im Sinne der auf die SBB ausgerichteten Definition kein Fernverkehr.
FFIFreight Forward International. Private Interessengemeinschaft neun führender globaler Speditionskonzerne, u.a. Kühne und Nagel und Panalpina, mit Sitz in Brüssel.
FGIFahrgastinformation. Bundesdeutscher Ausdruck für «FIS» (Fahrgast-Informationssystem).
FiataFédération Internationales des Association des Transitaires et Assimilés. 1926 gegründeter Weltspediteurverband mit rund 2'700 Einzelmitgliedern in 140 Ländern und Sitz in Glattbrugg/CH. Die nationale Schweizer Vertretung bildet Spedlogswiss.
FinöVBundesbeschluss über den Bau und die Finanzierung von Infrastrukturvorhaben des öffentlichen Verkehrs. Die Vorlage wurde im November 1998 mit 63.5 Prozent Ja angenommen. Sie sieht Investitionen im Umfang von 30.5 Milliarden Franken (Preisstand 1995) vor für: Bahn 2000 erste und zweite Etappe, NEAT (Basistunnel Gotthard und Lötschberg mit Zufahrtsrouten), Anschluss der Ost- und Westschweiz an das europäische Eisenbahn-Hochleistungsnetz sowie Lärmsanierung. Während Bahn 2000 1. Etappe Ende 2004 weitgehend realisiert ist, befinden sich andere F.-Teile noch in der politischen Auseinandersetzung, z.B. die HGV-Ausbauten (ursprünglich vorgesehen: 1.3 Milliarden). F. wird im Wesentlichen durch Erträge der "LSVA", der Mineralölsteuern und der Mehrwertsteuer finanziert.
FISFahrgast-Informationssystem. SBB-interne Bezeichnung für Signaletik- und Kundenführungsnormierungen. Die aktuelle Reform der bisherigen Regelungen, erweitert vor allem um elektronische Applikationen, heisst FISplus, die Koordination unter allen schweizerischen TU FIScommun. FI-Systeme funktionieren auf der Basis direkter Kommunikation (z.B. Fahrplanauskunft des Kondukteurs), auf derjenigen von statischen Anzeigen (z.B. Plakatfahrpläne) oder auf dynamischen Anzeigen (z.B. Laufschriften, Wechselanzeigen über Busankünfte). FIS betreffen jeweils den Zeitpunkt, vor, während und nach der Reise (z.B. Beschwerdemanagement).
FLIRTFlinker leichter innovativer Regional-Triebzug. Neuer S-Bahn-Typ von Stadler/Bussnang für den Einsatz in Agglomerationen., z.B. seit Juni 04 für die Stadtbahn Zug. Die SOB erhält 2007 elf F. mit 219 Sitz- und 233 Stehplätzen.
Floating track slabElastisch gelagerte Gleistragplatten nach dem Masse-Feder-System im Bahnbau.
FSSFührerstandssignalisierung. Art der Zugsicherung, bei der auf Signale an der Strecke zugunsten von Anzeigen im Lokomotivführerstand verzichtet werden kann. FSS wird mit der Inbetriebnahme der ETCS-Strecken u.a. Mattstetten-Rothrist erstmals ca. Ende 2006 realisiert.
FTEForum Train Europe. Europäische Organisation der Eisenbahnver-kehrsunternehmen mit Sitz in Bern (Präsident: Hansjürg Spillmann). Das FTE zählt 95 Bahnunternehmen in 35 Ländern und erstellt vor allem die grenzübrschreitenden Fahrpläne. Die Schweizer Mitglieder sind BLS, CISALPINO, Elvetino, ICF, RhB, SBB und TILO.

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