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Verkehrspolitik

Zurzeit befasst sich der VöV prioritär mit den folgenden verkehrspolitischen Weichenstellungen:

  • FABI: Mit den Anfang November publik gemachten „Eckpunkten“ zur Verkehrsfinanzierungsvorlage FABI hat der Bundesrat die Forderungen des VöV zu einem grossen Teil übernommen: Der Beitrag des Bundes schafft eine bessere «Opfersymmetrie», zudem sind die Kantone bereit, ihren Teil an FABI zu übernehmen. Der VöV unterstützt den direkten Gegenvorschlag des Bundesrats zur VCS-Initiative, denn er stellt die Finanzierung der Bahninfrastruktur langfristig sicher. Für die auf Februar 2012 terminierte Botschaft erwartet der VöV, dass die Höhe der ersten Ausbauetappe (vom Bund mit 3,5 Milliarden angedacht) nach oben angepasst wird. Der öffentliche Verkehr benötigt in einer 1. Ausbauetappe zirka 6,5 Mia. Franken. Diese sind notwendig, um Projekte in allen Regionen zu unterstützen.

  • Preisentwicklungsszenarien: Die stetig wachsende Nachfrage im öV Schweiz erfordert weitere Ausbauschritte der Eisenbahn-Infrastruktur. Die dafür benötigten Mittel sollen durch die Vorlage «Finanzierung der Bahninfrastruktur (FABI)» gesichert werden. Ein Element, um diese Mittel sicherzustellen, sind die in der teilrevidierten Netzzugangsverordnung vorgesehenen Trassenpreiserhöhungen von insgesamt 300 Mio. Franken jährlich. Der VöV zeigte noch vor dem Entscheid des Bundsrates in seinem Bericht Preisentwicklungsszenarien» auf, dass die öV-Tarife mit dem Vorschlag einer reduzierten Trassenpreiserhöhung von 150 Mio. CHF pro Jahr jährlich um 2,6–3,1 Prozent (2012- 2018) steigen – also um zirka 20 Prozent.

  • Tarifmassnahmen: Die Schweizer Transportunternehmen bauen das Angebot des öffentlichen Verkehrs laufend aus und investieren gleichzeitig massiv in neues Rollmaterial. Trotzdem verzichtet die öV-Branche per Dezember 2011 auf eine Preiserhöhung bei den Billetten der 2. Klasse und bei den Halbtax-Abonnementen.

  • Distanzzuschläge: Der VöV hat dem Preisüberwacher im April 2011 einen transparenten Überblick der bestehenden Distanzzuschläge im öffentlichen Verkehr überreicht. Er kommt darin zum Schluss, dass das schweizerische Tarifkilometersystem historisch gewachsen ist und auf alten Bundesratsbeschlüssen beruht. Für den VöV besteht kein Handlungsbedarf, am geltenden Tarifgefüge Anpassungen vorzunehmen.

Auf der Seite Vernehmlassungen finden Sie die Stellungnahmen des VöV zu den wichtigsten verkehrspolitischen Geschäften.

Regelwerk Technik Eisenbahn  

Imagebroschüre RTE

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