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Renens und Wil gewinnen den FLUX

Die beiden Verkehrsknoten von Renens VD und Wil SG sind die diesjährigen Preisträger des «FLUX – Goldener Verkehrsknoten». Die konsequente Bevorzugung des Langsamverkehrs zeichnet beide Verkehrsknoten besonders aus. Für den FLUX 2011, dem Langsamverkehr gewidmet, waren ebenfalls die Verkehrsknoten von Burgdorf BE, Solothurn SO und Riazzino TI nominiert. Der FLUX wird zum fünften Mal von der PostAuto Schweiz AG und dem Verband öffentlicher Verkehr verliehen.

Als Sieger aus dem Jurierungsprozess gingen erstmals zwei Verkehrsknoten hervor: der Bahnhof Renens VD und der Bahnhof Wil SG. Die fünf nominierten Verkehrsknoten unterscheiden sich, trotz vieler Ähnlichkeiten, bezüglich Gestaltungswille und Projektstand zum Teil erheblich. In der Gesamtbewertung schnitten Renens VD und Wil SG am besten ab. Die beiden Verkehrsknoten zeichnen sich insbesondere durch den sichtbaren Willen der Standortgemeinden aus, die Entwicklung aktiv zu gestalten und voranzutreiben.

Während die Stadt Wil in unermüdlicher Kleinarbeit und mittels kontinuierlicher Investitionen das Angebot am Verkehrsknoten auch für den Langsamverkehr laufend optimiert, wagen die Standortgemeinden des Bahnhofs Renens in der Agglomeration Lausanne seine komplette Neugestaltung, einschliesslich der angrenzenden Plätze. Die konsequente Bevorzugung des Langsamverkehrs zeichnet beide Verkehrsknoten besonders aus.

Fünf nominierte Verkehrsknoten
Die Mitglieder der Fachjury prüften für den FLUX 2011 insgesamt 28 preiswürdige Verkehrsknoten. Neben dem eigentlichen Angebot eines Verkehrsknotens – Anzahl, Art und Takt der Verbindungen – beurteilte die Jury vor allem die Verbesserung der Situation des Langsamverkehrs. Dazu zählen zum Beispiel das Wegnetz im Nahbereich sowie die Massnahmen zur Sicherheit von Fussgängern und Velofahrern. Schliesslich gelangten fünf Knoten in die engere Wahl für den FLUX:

  • Bahnhof Renens, Chavannes/Crissier/Ecublens/Renens VD, Gewinner FLUX 2011
  • Bahnhof Wil SG, Gewinner FLUX 2011
  • Bahnhof Burgdorf BE
  • Bahnhof Riazzino, Locarno TI
  • Bahnhof Solothurn SO
Bahnhof Wil SG
Der Verkehrsknoten Wil SG überzeugt in allen untersuchten Themenfeldern Verkehr, Raumentwicklung und Prozess. Insbesondere für den Langsamverkehr wurden über Jahre hinweg annähernd optimale Bedingungen geschaffen. Neben sehr kurzen Umsteigebeziehungen mit einfacher Wegführung besticht er durch ein grosszügiges, intensiv genutztes Bike+Rail-Angebot. Sichere und direkte Wege für den Langsamverkehr führen von wichtigen Orten in der Stadt zum Bahnhof. Dadurch verlagerte sich der Verkehr in Wil auf das Velo. Das Vorgehen der Stadtbehörden zur Aufwertung der Situation am Bahnhof für alle Verkehrsteilnehmer beurteilte die Jury als beispielhaft.

Bahnhof Renens VD
Die geplanten Projekte am Bahnhof Renens zeugen von einer seltenen Weitsicht. Es handelt sich um eine gesamtheitliche, mutige und zukunftsweisende Planung der vier Standortgemeinden. Der Ausbau des ÖV-Angebots wird zu einer spürbaren Attraktivitätssteigerung des Knotens führen. Ebenso wird das grosszügig geplante Angebot an Veloabstellmöglichkeiten eine Verlagerung des Agglomerationsverkehrs weg vom motorisierten Individualverkehr zur Folge haben. Die städtebauliche und gestalterische Aufwertung wird die Aufenthaltsqualität merklich verbessern. Die vorbildliche Zusammenarbeit aller Beteiligten hilft, das Projekt voranzutreiben und eine Realisierung wie geplant möglich zu machen. Sie ist allerdings noch nicht gesichert.

Themenschwerpunkt 2011: Langsamverkehr
Ziel der schweizerischen Verkehrspolitik ist es, die wachsenden Mobilitätsbedürfnisse möglichst effizient und umweltgerecht zu bewältigen. Die Förderung des Langsamverkehrs, das heisst die gleichgewichtete Berücksichtigung des Fuss- und Veloverkehrs in einer optimierten Verkehrsplanung, leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Damit kann der kostenintensive motorisierte Individualverkehr eingedämmt, die Umwelt- und Lärmbelastung reduziert und die Lebensqualität im Siedlungsraum gesteigert werden. Daraus ergeben sich Einsparungen bei den öffentlichen und privaten Ausgaben für Mobilität und eine Entlastung des Gesundheitssystems infolge steigender Gesundheit und höherem individuellen Wohlbefinden. Seine grösste volkswirtschaftliche Effizienz entfaltet der Langsamverkehr bei der Vernetzung mit öffentlichem und motorisiertem Individualverkehr. Besondere Bedeutung kommt dabei den Verkehrsknoten zu.

Auszeichnung FLUX

Der Preis «FLUX – Goldener Verkehrsknoten» ist eine der bedeutendsten Auszeichnungen im öffentlichen Verkehr. Er wird von der PostAuto Schweiz AG und dem Verband öffentlicher Verkehr jährlich verliehen und ist mit 5000 Franken dotiert. Mit dem FLUX wird die Standortgemeinde geehrt, die für die Konzeption des Verkehrsknotens mitverantwortlich war. Erstmals geht der Preis 2011 an zwei Gewinner. Bisherige Preisträger waren die Bahnhöfe Visp (2007), Baden (2008), Frauenfeld (2009) und Horgen (2010).


Auskünfte:
PostAuto Schweiz AG, René Böhlen, 058 338 10 05, 079 330 27 51, rene.boehlen@postauto.ch
Verband öffentlicher Verkehr, Roger Baumann, 031 359 23 15, 079 270 10 00, roger.baumann@voev.ch

Weitere Informationen zu den fünf nominierten Verkehrsknoten unter www.postauto.ch/flux


Downloads


Medienmitteilung

MM_Gewinner_FLUX_2011_11_14.pdf (91.3 kB)

Regelwerk Technik Eisenbahn  

Imagebroschüre RTE

Imagebroschüre.pdf (656 kB)
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