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Der VöV hat Preisentwicklungsszenarien bis 2018 berechnet

Die stetig wachsende Nachfrage im öV Schweiz erfordert weitere Ausbauschritte vor allem der Eisenbahn-Infrastruktur. Die dafür benötigten Mittel sollen durch die Vorlage «Finanzierung der Bahninfrastruktur (FABI)» gesichert werden. Ein Element, um diese Mittel sicherzustellen, sind die geplanten Trassenpreiserhöhungen. Der VöV zeigt in einem heute veröffentlichten Bericht Preisentwicklungsszenarien auf, was betreffend öV-Preisentwicklung gesamthaft auf die Kundinnen und Kunden zukommt. Wird der VöV-Vorschlag einer reduzierten Trassenpreiserhöhung von 150 Mio. CHF pro Jahr umgesetzt, steigen die öV-Tarife jährlich um 2,6–3,1 Prozent (2012- 2018), insgesamt um ca. 20 Prozent.

Der öffentliche Verkehr der Schweiz befindet sich weiter auf einem Wachstumspfad, Angebot und Qualität werden fortlaufend ausgebaut und verbessert. Für den Ausbau der Eisenbahn-Infrastruktur werden deshalb enorme finanzielle Mittel benötigt. Ein Element, das nach den Ideen des Bundesrats diese zusätzlichen Mittel sicherstellen soll, ist die geplante Trassenpreiserhöhung um 300 Mio. Franken. Auf Grund der in der Vorlage Finanzierung und Ausbau der Infrastruktur (FABI) vorgeschlagenen Trassenpreiserhöhung hat die öV-Branche unter der Leitung des VöV untersucht, wie sich das öV-Preisniveau insgesamt (namentlich Teuerung, Trassenpreiserhöhungen, Eigenbedarf der Transportunternehmen) verändern wird. Sie hat ihren eigenen finanziellen Bedarf ermittelt und für die nächsten sieben Jahre eine Bandbreite für die Tarifentwicklung definiert, um innerhalb der Branche sowie gegenüber Politik und Kundschaft Transparenz und Glaubwürdigkeit zu schaffen. VöV-Direktor Ueli Stückelberger definiert das Ziel so: «Transparenz gegenüber Kundinnen und Kunden sowie der Politik schaffen und die Abhängigkeiten der verschiedenen Faktoren auf die Preise aufzeigen.»

Die Nachfragesteigerung, die Angebots- und Qualitätsverbesserungen sowie die Teuerung führen heute und in den nächsten Jahren im öffentlichen Verkehr der Schweiz zu erheblichem finanziellem Mehrbedarf. Die Transportunternehmungen werden durch Produktivitätssteigerungen von durchschnittlich einem Prozent pro Jahr einen Teil der Kostensteigerungen abfedern können. Ein Teil der Mehrkosten, namentlich die Trassenpreise sowie die Teuerung, müssen trotzdem an die Kundschaft weitergegeben werden, damit das attraktive Verkehrsangebot weiterentwickelt und ausgebaut werden kann.

Der VöV hat deshalb zwei Varianten von Trassenpreiserhöhungen berechnet. Werden die Trassenpreise gemäss erstem Vorschlag des Bundes um 300 Mio. CHF pro Jahr erhöht, müssen die Preise um durchschnittlich 3,5 – 4,0 Prozent jährlich erhöht werden. Der VöV bevorzugt, dass die Trassenpreise nur um 150 Mio. Franken pro Jahr erhöht werden. Die Preissteigerungen können so auf jährlich 2,6 – 3,1 Prozent begrenzt und damit die Erhöhung kundenfreundlicher gestaltet werden.

Zudem schlägt der VöV vor, die Trassenpreiserhöhungen in fünf statt in zwei Schritten vorzunehmen, weil sich dadurch die einzelnen Tariferhöhungen für die Kundinnen und Kunden in einem akzeptablen Rahmen bewegen würden. Eine Nutzerfinanzierung in diesen Umfang erachtet VöV-Direktor Stückelberger als tragbar: «Den öV-Ausbau zum Nulltarif gibt es nicht. Für den VöV ist aber die Kunden-akzeptanz enorm wichtig. Wichtig ist mir, dass sich die Strasse im Gleichschritt verteuert.»

Im Rahmen der Vernehmlassung zu FABI hat der VöV deshalb vorgeschlagen, die Trassenpreise nur um 150 Mio. Franken pro Jahr zu erhöhen. Der VöV schlägt ein zusätzliches Mehrwertsteuerpromille und/oder den Verzicht auf die Verzinsung der Bevorschussung des FinöV-Fonds vor. Mit diesen Massnahmen ist für Ueli Stückelberger sichergestellt, dass genügend Mittel für FABI zur Verfügung stehen und gleichzeitig die Tariferhöhungen tragbar ausfallen. «Wir haben mit unserem Bericht aufzeigen können, dass die Variante mit Trassenpreiserhöhungen von 150 Mio. Franken keinen Nachteil für FABI darstellt.»

Der öffentliche Verkehr hat auch weiterhin ein grosses Interesse, seinen Kundinnen und Kunden ein attraktives Angebot zu bezahlbaren Preisen anzubieten. Dazu müssen auch die Bahnen und die öffentliche Hand ihren Beitrag leisten.

Variante 1Variante 2
Trassenpreiserhöhung300 Mio. CHF150 Mio. CHF
Jährliche Tariferhöhungen3,5 – 4,0%2,6 – 3.1 %
Total 2018ca. 27%*ca. 20%*
* Verändert sich eine der Annahmen (Teuerung, Produktivitätssteigerung, Mittelfluss UVEK), hat dies massive Auswirkungen auf diese Zahlen


Weitere Auskünfte erteilen:
Ueli Stückelberger, Direktor VöV, 031 359 23 35 / 079 613 77 01
Roger Baumann, Verantwortlicher Kommunikation VöV, 031 359 23 15 / 079 270 10 00


Downloads


Medienmitteilung

MM_PES_def_d.pdf (113.5 kB)


Szenarien betreffend Entwicklungen des Preisniveaus im öffentlichen Verkehr

Bericht_PES_01_07_11_d.pdf (1377.6 kB)

Regelwerk Technik Eisenbahn  

Imagebroschüre RTE

Imagebroschüre.pdf (656 kB)
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