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VöV-GV: Finanzierung (FABI) und künftige öV-Preisentwicklung als die grossen Herausforderungen

Der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) hat an seiner Generalversammlung in Aarau klare Forderungen an den Bundesrat hinsichtlich der öV-Finanzierungsvorlage FABI gestellt: Auch der Bund muss sich an der Zusatzfinanzierung von FABI beteiligen, weil der öffentliche Verkehr für die Schweiz eine herausragende Bedeutung hat. Gleichzeitig stellte er aber auch klar, dass ein gutes öV-Angebot auch für die Kundinnen und Kunden etwas kostet.

Die «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur» (FABI) sowie die künftige Entwicklung und Gestaltung der Preise im öffentlichen Verkehr sind die grössten Herausforderungen für den VöV und seine über 130 Mitgliedsunternehmen – aber auch für Bund und Kantone sowie für die öV-Reisenden. Zu diesem Schluss kam VöV-Direktor Ueli Stückelberger an der Generalversammlung des öV-Verbandes in Aarau.

«FABI betrifft nicht nur die öV-Infrastruktur, sondern letztlich den gesamten öffentlichen Verkehr der Schweiz. Deshalb braucht es für die Zusatzfinanzierung eindeutig eine bessere Opfersymmetrie: Auch der Bund muss sich an der Finanzierung beteiligen!», forderte Stückelberger im Beisein von Peter Füglistaler, Direktor des BAV. «Nur mit einer finanziellen Beteiligung des Bundes wird es gelingen, eine Mehrheit für die Vorlage zu finden.»

Als zweite grosse Herausforderung nannte Stückelberger die Preisentwicklung und Preisgestaltung im öffentlichen Verkehr. Denn beides hänge einerseits direkt von der vom Bundesrat bekanntgegebenen Trassenpreiserhöhung, andererseits von der Art und Weise ab, wie diese jährlichen Erhöhungen auf die einzelnen Produkte umgelegt würden. Das Generalabonnement sei ein Erfolgsprodukt. Damit dies so bleibe, dürfe die Frage der Diversifikation der Produkte kein Tabu sein. «Dem VöV ist die Kundenakzeptanz sehr wichtig. Deshalb ist den Kundinnen und Kunden immer wieder aufzuzeigen, dass ein gutes und wachsendes öV-Angebot etwas kostet und moderate Preiserhöhungen unumgänglich macht», sagte der VöV-Direktor.

Dass der öffentliche Verkehr ein Teil der Lösung und nicht das Problem ist, zeigte VöV-Präsident Urs Hanselmann, indem er aufzeigte, wie der öV ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Siedlungspolitik mit einer verdichteten Bauweise ist. «Statt ausufernden Stadtautobahnen bauen wir lieber platzsparende Stadtbahnen – und entlasten so bestehende Strassen, indem wir einen Bus statt 30 Autos fahren lassen!»

Der VöV-Präsident formulierte aber auch konkrete Erwartungen an die Politik, denn Investitionen in den öV benötigten eine breite Unterstützung gerade auch von dieser Seite. Dazu gehöre insbesondere eine bessere Abstimmung von Raum- und Verkehrsplanung. «Verkehrsintensive Siedlungsstrukturen müssen zwingend eine gute öV-Erschliessung aufweisen. Beim Personenverkehr bedeutet das nicht nur die gute Erreichbarkeit der Arbeitsplätze und Wohngebiete, sondern auch eine gute öV-Erschliessung von Freizeit- und touristischen Anlagen», sagt Urs Hanselmann.

Der Verband öffentlicher Verkehr VöV in der Rechtsform einer Genossenschaft ist der nationale Dachverband der Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs. Über 130 Transportunternehmen befördern Reisende mit Bahn, Bus, Schiff und Bergbahnen. Darunter sind SBB, PostAuto Schweiz, BLS, SOB oder VBZ die grössten und bekanntesten Player.


Für weitere Auskünfte:
Ueli Stückelberger, Direktor VöV, 079 613 77 01
Roger Baumann, Verantwortlicher Kommunikation; 031 359 23 15/079 270 10 00


Downloads


Medienmitteilung

MM_Generalversammlung_2011_d.pdf (27 kB)

Regelwerk Technik Eisenbahn  

Imagebroschüre RTE

Imagebroschüre.pdf (656 kB)
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