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Der VöV hat dem Preisüberwacher im April 2011 einen transparenten Überblick der bestehenden Distanzzuschläge im öffentlichen Verkehr überreicht. Er kommt darin zum Schluss, dass das schweizerische Tarifkilometersystem historisch gewachsen ist und auf alten Bundesratsbeschlüssen beruht. Für den VöV besteht kein Handlungsbedarf, am geltenden Tarifgefüge Anpassungen vorzunehmen.
Im Rahmen der Verhandlungen zu den Tarifmassnahmen 2010 hatte der Verband öffentlicher Verkehr mit dem Preisüberwacher eine Vereinbarung unterzeichnet. Darin enthalten war der Auftrag des Preisüberwachers nach einem «Gesamtüberblick der bestehenden Distanzzuschläge». Der VöV hat daraufhin 308 repräsentative öV-Linien analysiert und die Ergebnisse in einem Bericht dokumentiert.
Dieser Überblick über die 308 Linien schafft in erster Linie Transparenz. Die Analyse zeigt, dass das heutige Tarifsystem – mit zum Teil unterschiedlichen Tarifansätzen pro effektive Kilometer – historisch gewachsen ist und primär auf Bundesratsbeschlüssen aus den Jahren 1943 und 1959 beruht. Die später eingeführten Abweichungen können mit so genannten Preisbildungsfaktoren begründet werden.
Die heute bestehenden Preisdifferenzierungen werden von den Reisenden Kundschaft gut akzeptiert, da sie nachvollziehen können, dass der Kilometer einer Bergbahn mehr kostet als der Kilometer einer Flachlandbahn. Regionale Unterschiede konnten keine festgestellt werden. Die wenigen Fernverkehrslinien mit Distanzzuschlägen haben ihre Ursache in einem markant überdurchschnittlichen Angebot.
Hier geht es zum Bericht mit Übersichtskarte zu den 308 untersuchten Linien.
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