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Der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) hat dem Preisüberwacher termingerecht einen transparenten Überblick der bestehenden Distanzzuschläge im öffentlichen Verkehr überreicht. Fazit: Das schweizerische Tarifkilometersystem ist historisch gewachsen, es beruht auf alten Bundesratsbeschlüssen. Aus heutiger Sicht drängt sich kein Handlungsbedarf auf, am geltenden Tarifgefüge Anpassungen vorzunehmen. Der VöV betrachtet somit den Auftrag des Preisüberwachers vom 4. August 2010 als erfüllt.
Im Rahmen der Verhandlungen zu den Tarifmassnahmen 2010 hatte der Verband öffentlicher Verkehr mit dem Preisüberwacher eine Vereinbarung unterzeichnet. Darin enthalten war der Auftrag des Preisüberwachers nach einem «Gesamtüberblick der bestehenden Distanzzuschläge».
Der VöV hat daraufhin 308 repräsentative öV-Linien analysiert und die Ergebnisse in einem Bericht dokumentiert. Der Preisüberwacher wurde während der Arbeiten zweimal über die Vorgehensweise und vorliegenden Zwischenergebnisse informiert. Der Bericht ist dem Preisüberwacher gestern übergeben worden.
Der Überblick über die 308 Linien schafft Transparenz. „Für mich ist Transparenz sehr wichtig. Mit dem Bericht zur Objektivierung der Distanzzuschläge werden wir diesem Anspruch gerecht. Ich bin zuversichtlich, dass der Preisüberwacher den Auftrag damit als erfüllt betrachtet“, sagte VöV-Direktor Ueli Stückelberger an einer verbandsinternen Tagung. Die Analyse zeigt, dass das heutige Tarifsystem – mit zum Teil unterschiedlichen Tarifansätzen pro effektive Kilometer – historisch gewachsen ist und primär auf Bundesratsbeschlüssen aus den Jahren 1943 und 1959 beruht. Die später eingeführten Abweichungen können mit Preisbildungsfaktoren begründet werden.
Die heute bestehenden Preisdifferenzierungen werden von der Kundschaft gut akzeptiert, da sie nachvollziehen kann, dass der Kilometer einer Bergbahn mehr kostet als der Kilometer einer Flachlandbahn. Regionale Unterschiede konnten keine festgestellt werden. Die wenigen Fernverkehrslinien mit Distanzzuschlägen haben ihre Ursache in einem markant überdurchschnittlichen Angebot.
Aus heutiger Sicht drängt sich für die öV-Branche kein unmittelbarer Handlungsbedarf auf, Anpassungen am heutigen Tarifgefüge vorzunehmen. Der VöV betrachtet deshalb die Verhandlung zu den Tarifmassnahmen 2010 somit als abgeschlossen.
Für weitere Auskünfte: Ueli Stückelberger, Direktor VöV; 031 359 23 35/079 613 77 01 Roger Baumann, Verantwortlicher Kommunikation; 031 359 23 15/079 270 10 00
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