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Der Verband öffentlicher Verkehr ist entschieden gegen Absichten des Bundes, die Trassenpreise für den Güterverkehr per 2010 zu erhöhen und eine Gefahrenzulage einzuführen. In der gegenwärtigen Abschwungphase würden solche Massnahmen die angestrebte Verlagerung deutlich schwächen und die Unternehmen existenziell gefährden.
Die Schienengüterverkehrsunternehmen der Schweiz haben in den letzten Monaten massive Einbrüche im Transportvolumen verzeichnen müssen. Am meisten davon betroffen sind Unternehmen, die Transitverkehre fahren. Die Cargo-Unternehmen haben in diesem Marktumfeld keine Möglichkeit, höhere Kosten wie zum Beispiel steigende Trassenpreise an ihre Kunden weiterzugeben – die Folge wäre eine Rückverlagerung von Verkehrsanteilen auf die Strasse. In der LKW-Branche sind demgegenüber massive Preisreduktionen von bis zu 30 Prozent festgestellt worden.
Für den VöV und den Verband der verladenden Wirtschaft (VAP) ist deshalb klar, dass die Trassenpreise für den Schienengüterverkehr in der gegenwärtigen Abschwungphase auf keinen Fall steigen dürfen. Drei im Parlament eingereichte Motionen zielen alle auf Erleichterungen oder zumindest Kostenneutralität für die Güterverkehrs-Unternehmen, nicht zuletzt um das Verlagerungsziel konsequenter anzugehen. Eine geplante Trassenpreis-erhöhung für 2010 würde die Stossrichtung dieser Motionen ins Gegenteil verkehren, die Verlagerung deutlich schwächen und die Unternehmen existenziell gefährden.
Der VöV verlangt deshalb dringend, Projekte zur Trassenpreiserhöhung für Güterverkehrs-unternehmen auszusetzen und allfällig geplante Verordnungsrevisionen zu sistieren. Der VöV und der VAP werden Versuche zu kurzfristigen Trassenpreiserhöhungen bekämpfen.
Weitere Auskünfte:
Peter Vollmer, Direktor VöV, 031 359 23 35/079 318 02 35
Roger Baumann, Kommunikation VöV, 031 359 23 15/079 270 10 00
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