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Der Verband öffentlicher Verkehr VöV hat heute das «Manual Schienengüterverkehr» veröffentlicht. Diese Gesamtschau des Bahngüterverkehrs in der Schweiz und in Europa will einerseits zur Versachlichung der verkehrspolitischen Diskussion beitragen und enthält andererseits klare Forderungen an den Bund, damit das Verlagerungsziel 2019 auch wirklich erreicht wird.
Die wichtigsten Forderungen des VöV sind: Infrastrukturausbauten wie die Neat oder am Monte Ceneri sind überfällig, der Bund muss sein Engagement dies- und jenseits der Grenze (EU) massiv verstärken und gleichzeitig davon abkommen, die Trassenpreise für den Güterverkehr zu erhöhen. Wer Ja sagt zur Verlagerung, kann nicht gleichzeitig von Staates wegen die Kosten des Schienengüterverkehrs erhöhen.
Das «Manual Güterverkehr» ist eine einzigartige Gesamtschau des schweizerischen Güterverkehrs unter Berücksichtigung europäischer Aspekte und liefert eine geballte Ladung Hintergrundwissen für Interessierte, die sich vertieft mit dem Thema auseinandersetzen. Neben dem «Umfeld» des Schweizerischen Güterverkehrs beleuchtet das Manual auch die Systeme und Technologien, den Markt sowie den politischen Rahmen – von der Verlagerungspolitik bis zur Trassenpreisbildung – des Schienengüterverkehrs detailliert. So wird beispielsweise aufgezeigt, dass eine massive Effizienzsteigerungen vor allem mit langen Zügen möglich ist. Das erfordert einerseits dringend bauliche Anpassungen und Ausbauten sowie andererseits ein (automatisches) Kupplungssystem, das in Europa unbekannt scheint, in Amerika hingegen längst Standard ist. Ausserdem ist der VöV entschieden gegen die Zulassung von 25 m langen Lastenzügen.
Das «Manual Güterverkehr» macht aber auch klar, das die Zukunft nicht «Entweder Bahn oder Strasse» heissen kann, sondern in Form des Kombinierten Verkehrs nur «Schiene und Strasse».
Weitere Auskünfte: Peter Vollmer, Direktor VöV 031 359 23 35 / 079 318 02 35 Roger Baumann, Kommunikation VöV, 031 359 23 15 / 079 270 10 00
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