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VöV_Schriften_06: Manual Direkter Verkehr Eine Bedienungsanleitung für die öV-Praxis
128 Seiten, Format A5, gebunden Schutzgebühr Fr. 20.--.
V_Schrift_06_de.pdf (1.5 MB)
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Der öffentliche Verkehr in der Schweiz hat viele spannende Merkmale. So wird der Schweizer öV im internationalen Vergleich ausserordentlich häufig genutzt. Über 2.09 Millionen Halbtax- und 320 000 Generalbonnemente illustrieren dies beispielhaft. Dem steht entgegen, dass kaum jemand unter den Bahn-, Bus-, Tram- und Schiffsreisenden weiss, wie die Zusammenarbeit der 250 Transportunternehmungen funktioniert, die diesen Erfolg überhaupt erst möglich machen. Aber: Müssen die öV-Kunden das wissen? Gab es je eine Quizfrage zum sogenannten Direkten Verkehr, so wie ab und zu nach den sieben Bundesräten oder nach der Höhe der Dufourspitze gefragt wird? Im Prinzip kann es den Reisenden egal sein, wie dieser Direkte Verkehr, also der durchgehende Tarif über bis zu 250 Unternehmungen, organisiert ist. Hauptsache, er ist einfach und preiswert.
Das Manual erklärt, wie im Hintergrund ein komplexes Regelwerk funktioniert, das den betroffenen Unternehmungen ihren möglichst gerechten Anteil an Erträgen und Kosten zuteilt. Sie zeigt ausserdem, wie der öffentliche Verkehr mit dem Umstand umgeht, dass es einerseits sehr grosse Unternehmungen wie die SBB oder den ZVV gibt, andererseits aber ganz kleine wie die Chemin de fer Lausanne-Echallens-Bercher oder die Verkehrsbetriebe Frauenfeld, die für das gesamtschweizerische Funktionieren des öV ebenso notwendig sind und beim Direkten Verkehr mitbestimmen wollen und können.
Die Schweiz hat überdurchschnittlich viele Unternehmungen im öffentlichen Verkehr. Die doppelt so bevölkerungsreichen Niederlande zählen nicht 250 sondern nur deren 38. Die grosse Zahl und die Verschiedenheit der Schweizer TU schafft, wie wir zeigen, besondere Koordinationsprobleme. Auf der andern Seite belohnt die Bevölkerung den Umstand, dass es so viele regional verankerte öV-Betriebe gibt, mit einer beispiellosen Zustimmung zum Erhalt und Ausbau dieses öffentlichen Verkehrs.
Die vorliegende Schrift zeigt, dass die Einheit in der Vielfalt gemanagt werden kann. Dass die Unternehmungen und der VöV gleichzeitig darüber nachdenken, wie auch im Hintergrund das System vereinfacht werden kann, erachten wir als selbstverständliche Pflicht auf dem Weg, den Schweizer öV für Kunden und Unternehmungen noch einfacher und preiswerter zu machen.
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