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Die Bahnreform 2 thematisiert die Schweizer Bahnlandschaft. Der Bund will aktiv auf die Entwicklung der Bahnlandschaft Einfluss nehmen. Er beabsichtigt, den Konsolidierungsprozess in seiner Rolle als Eigentümer von Unternehmen und als Besteller von Verkehrsleistungen zu beschleunigen. Als mögliches Szenario sieht der Bund die Stärkung der SBB hin zu einem international wettbewerbsfähigen Bahnunternehmen. Zur Diskussion steht, dass die SBB alle KTU im Normalspurnetz übernehmen soll bzw. von ihr beherrschte regionale Tochtergesellschaften gründet. Die SBB würde in diesem Fall die Infrastruktur des gesamten Normalspurnetzes betreiben. Der Bund verspricht sich durch die zentrale Infrastrukturbewirtschaftung Kosteneinsparungen.
Der VöV wollte wissen, ob kleine private Bahnunternehmen tatsächlich grössere Infrastrukturkosten aufweisen und gab deshalb eine Studie bei S2R Consulting, Zürich, in Auftrag. Wir waren dabei auf die Mitarbeit unserer Mitglieder angewiesen und stellten es ihnen frei, an der Studie teilzunehmen.
Für unsere Studie gewannen wir die fünf normalspurigen Bahnen OC (Société du chemin de fer Orbe-Chavornay SA), RM (Regionalverkehr Mittelland AG), SOB (Schweizerische Südostbahn AG), TRAVYS (Transports vallée de joux Yverdon-les-Bains Ste-Croix SA) und TRN (Transports régionaux neuchatelois SA). Die Bahnen haben freundlicherweise in die Publikation der Studie eingewilligt.
Die Studie konnte nachweisen, dass die Übertragung der KTU-Netze in die Zuständigkeit einer Staatsbahn zu keinen wesentlichen Kosteneinsparungen führt; unter bestimmten Voraussetzungen ist sogar mit einer Kostenmehrung zu rechnen.
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